Kreis Südliche Weinstraße Schulwege: Kreis widerspricht Ortsbürgermeistern

SÜW. Nicht am 2. November, wie in der Ausgabe vom Dienstag („Das ist verantwortungslos“) behauptet, sondern bereits am 2. Oktober hat Landrätin Theresia Riedmaier (SPD) in einem Brief an die Ortsbürgermeister von Pleisweiler-Oberhofen und Kapellen-Drusweiler Vorschläge gemacht, wie die Verkehrssicherheit auf den Schulwegen verbessert werden könne.
Der Kreis übernimmt seit Beginn des Schuljahres die Beförderungskosten für Schüler, deren Schulweg kürzer als vier Kilometer und „nicht besonders gefährlich“ ist, nicht mehr (wir informierten mehrfach). Karl Hoffmann und Roland Gruschinski (beide CDU), die Ortsbürgermeister von Kapellen-Drusweiler und Pleisweiler-Oberhofen, widersprechen dem Kreis, die Schulwege aus ihren Orten zum Alfred-Grosser-Schulzentrum nach Bad Bergzabern sei gefährlich. Es stimme nicht, dass der Kreis die Kritik der Bürgermeister ignoriere, betont Riedmaier. In mehreren Briefen und Gesprächen seien die Gründe dargelegt worden. Das habe nichts an den Argumenten der Bürgermeister geändert. „Um aus eigenen Kräften Verbesserungen der Verkehrssicherheit zu erreichen“ hat Riedmaier in ihrem Brief vom 2. Oktober den Bürgermeistern verschiedene Vorschläge gemacht. Bis Anfang November habe es diesbezüglich keine Reaktion gegeben. „Mittlerweile gab es einen weiteren Meinungsaustausch mit Bürgermeister Gruschinski mit der Folge, dass die Landrätin für Anfang Dezember zu einem Gespräch eingeladen hat“, informiert Kreis-Pressesprecherin Carolin Ditsch. Die Landrätin verweist auf ein Interview in der RHEINPFALZ vom 2. August, in dem sie ausführlich zu den Gründen für die Streichung der Kostenübernahme für Maxx-Tickets Stellung genommen habe. Sie erinnert an die schlechte Haushaltslage des Kreises und die Gesetzeslage. (jpa)