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Sanierung der Sporthalle Kirrweiler hat Priorität
Neu auf der Liste für die Sportanlagenförderung steht die Sanierung der Schulturnhalle in Kirrweiler. Erst im Januar hat die Verbandsgemeinde Maikammer einen entsprechenden Antrag gestellt. 910.000 Euro soll die Sanierung der sich seit 1988 im Besitz der Verbandsgemeinde befindlichen Sporthalle kosten. Die Mitglieder des Sportstättenbeirats waren sich schnell einig, dass dieses Vorhaben zu priorisieren sei. Die Halle steht auf Platz vier der zehn Vorhaben umfassenden Liste.
Das ist besser, als es zunächst klingt. Auf Platz eins steht die Sanierung des Freibads Annweiler, die rund 4,88 Millionen Euro kostet. „Ein Zuschuss in Höhe von 1,42 Millionen Euro ist bewilligt, die Sanierung beginnt im August“, sagte Landrat Dietmar Seefeldt. Damit ist das Thema im Prinzip durch. Auf Platz zwei und drei stehen zwei Vorhaben der Ortsgemeinde Offenbach, die in direktem Zusammenhang stehen. Für 2,5 Millionen Euro soll eine neue Drei-Feld-Sporthalle gebaut werden. Dafür muss das Kleinspielfeld des FSV Offenbach weichen. Dort trainiert normalerweise der Nachwuchs. Deshalb soll möglichst schnell ein Kunstrasen-Kleinspielfeld mit Flutlicht als Ersatz gebaut werden. Die Kosten werden auf 400.000 Euro geschätzt. Auf dem Gelände des Queichtalbads wurde schon ein Platz dafür gefunden. „Beide Vorhaben sollen so bald wie möglich umgesetzt werden. Wir erwarten in den nächsten Tagen den Zuschussbescheid“, sagte der Landrat.
Ohne Landeszuschuss geht nichts
Die Prioritätenliste, die der Beirat einstimmig verabschiedete, wird nach Mainz geschickt. Die Landesregierung entscheidet dann, für welche Projekte Zuschüsse bewilligt werden und für welche nicht. Ohne öffentliche Zuwendungen läuft nichts. Je weiter oben auf der Prioritätenliste ein Vorhaben steht, desto größer ist die Chance, dass es auch umgesetzt werden kann. Im Klartext bedeutet das für die Schulsporthalle in Kirrweiler: Die Chancen für 2022 stehen nicht schlecht, denn die besser Platzierten fallen nicht mehr ins Gewicht.
Das gilt wahrscheinlich auch bald für die Sanierung der Schwimmer- und Freizeitbecken im Waldfreibad in Herxheim, die derzeit noch Rang fünf auf der Liste einnimmt. Auf rund 3,3 Millionen Euro werden die Kosten dafür geschätzt. „Wahrscheinlich wird die Ortsgemeinde ihren Antrag zurückziehen, da sie Geld vom Bund erwartet“, informierte Nadine Heintzmann-Harrje, die in der Kreisverwaltung für den Bereich Sport zuständig ist. Die Zusage steht noch aus, deshalb bleibt das Waldfreibad auf der Liste. Fließt Geld aus Berlin, kann kein weiterer Zuschuss beim Land beantragt werden. das ist die Regel.
Bergzaberner wollen weiter einen Kunstrasenplatz
In der Sitzung des Sportstättenbeirats im vergangenen Jahr hatte der Wunsch der SpVgg Bad Bergzabern nach einem Kunstrasenplatz für Verwunderung gesorgt. Schließlich hatten die Fußballer aus der Kurstadt erst im Jahr 2016 einen neuen Naturrasenplatz bekommen. „Ich habe extra noch einmal nachgefragt“, sagte Nadine Heintzmann-Harrje, „der Antrag des Vereins auf Umwandlung des Rasenplatzes in einen Kunstrasenplatz bleibt bestehen.“ Aber es bestehe keine Dringlichkeit. Vor 2025 besteht keine Chance auf Umsetzung.