Kreis Südliche Weinstraße Sandstein als Kopfkissen

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Mit einem Trekkingplatz will die Urlaubsregion Hauenstein ihre Attraktivität für Wanderer und Outdoorfans erhöhen und sich weiter als Natursportregion qualifizieren. Laut Verbandsbürgermeister Werner Kölsch (parteilos) soll der Trekkingplatz am Dimbacher Buntsandsteinweg eingerichtet werden. Im Tourismusausschuss der Verbandsgemeinde war das Vorhaben überaus positiv aufgenommen worden. Der genaue Standort sei aber noch nicht abschließend bestimmt, so Sonja Spieß vom Tourist-Info-Zentrum. Sie könne sich eventuell auch einen Trekkingplatz am Hermersbergerhof vorstellen. Ein Trekkingplatz bietet Wanderern eine schlicht eingerichtete Übernachtungsmöglichkeit in freier Natur. Er verfügt, wie Sonja Spieß mitteilt, über eine Feuerstelle, Sitzgelegenheiten, eine Trockentoilette und sechs Zeltplätze, wobei an kleinere Zelte für zwei bis drei Personen gedacht ist. Maximal 18 Personen sollen auf dem Platz übernachten können, wobei auf einem Platz grundsätzlich nur eine Nacht verbracht werden darf. Die Nutzer zahlen zehn Euro pro Nacht und Zelt, unabhängig, wie viele Personen darin schlafen. Die Größe des Platzes soll sich auf einen Radius von nicht mehr als 50 Metern um die Feuerstelle beschränken. Der Standort dürfe nicht direkt an einem Wanderweg liegen, sondern müsse mindestens 20 Meter davon entfernt und hinter einem natürlichen Sichtschutz gelegen sein. Die Anreise mit dem Auto zum Platz ist nicht gestattet. „Wichtig ist es, dass kein Zeltplatz im herkömmlichen Sinn entstehen soll, sondern eine einfache Übernachtungsmöglichkeit für Wanderer und Outdoorfans, die auf unseren Wanderwegen unterwegs sind“, merkte Spieß an. „Wildes Zelten“ ist auch dort nicht erlaubt: Wer einen Trekkingplatz nutzen will, muss sich über das Portal www.trekking-pfalz.de anmelden und erhält dann eine Buchungsbestätigung sowie die Wegbeschreibung zum Platz und dessen Koordinaten. Auf der Übersichtskarte sind die Plätze nur ungefähr verortet. Auch vor Ort sind sie nicht beschildert. Die Saison ist vom 1. April bis zum 1. November. Nur dann darf dort gezeltet werden. Um unter das Dach des Portals www.trekking-pfalz.de, das über den Verein Südliche Weinstraße verwaltet wird, schlüpfen zu können, werde ein Einstiegspreis von 1100 Euro pro Platz erhoben. Weitere 1500 bis 2000 Euro fielen für die Erschließung eines Platzes an. 400 bis 500 Euro müssen pro Saison für einen Camp-Betreuer, der am Trekkingplatz nach dem Rechten schaut, aufgewendet werden. Von den Einnahmen, die durch die Gebühren erzielt werden, gehen 25 Prozent an den Vermarkter, den Verein Südliche Weinstraße. In der Urlaubsregion Hauenstein geht man davon aus, dass die Einrichtung eines Trekkingplatzes „zur Steigerung der touristischen Aktivität beiträgt“, wie es Spieß ausdrückt: „Der Gast sucht das Besondere. Und dazu zählt auch das besonders enge Erleben der Natur.“ Dieter Müller, der in Hofstätten die Lodge „Müllers Lust“ betreibt, berichtet von einer stetigen Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten im Freien: „Der Trend ist eindeutig da, zumal das Übernachten in der Natur auch ein Stück Abenteuer verspricht.“ Bevor Trekkingfreunde dieses Abenteuer auch in der Region Hauenstein erleben können, ist einiges zu tun: Im Februar, so Kölsch, werde man auf die Suche nach einem geeigneten Gelände gehen. Dann muss die Anlage die Genehmigungshürde nehmen. Dafür habe die Landespflege bereits Zustimmung signalisiert. Auch der Forst wird einbezogen.

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