Maikammer RHEINPFALZ Plus Artikel Rund 200 Einwohner mehr in Maikammer

Hier soll demnächst ein Baugebiet entstehen.
Hier soll demnächst ein Baugebiet entstehen.

Die Gemeinde Maikammer wird größer. Im neuen Baugebiet Eulbusch III werden rund 200 Einwohner leben. Das sagte Ortsbürgermeister Karl Schäfer (CDU) beim ersten Spatenstich am Mittwoch.

„Eine Erschließung führt immer zu einer gewissen Unruhe in der Bevölkerung, gerade wenn es um größere Maßnahmen geht“, sagte Ortsbürgermeister Schäfer. Solch eine Erschließung sei aber auch immer ein historisches Ereignis.

Bei dem Plangebiet handelt es sich um Rebflächen mit einer Gesamtgröße von rund vier Hektar, auf denen 55 Bauplätze entstehen sollen. Investiert werden auf dem Gelände mit einer Baufläche von rund 28.000 Quadratmetern etwa 3,4 Millionen Euro. Unter anderem sind vier Gebäude mit je sechs Eigentumswohnungen vorgesehen, ansonsten in erster Linie Einfamilien- und Doppelhäuser. Als Erschließungsträger fungieren die VR-Bank Südpfalz und die Pfalzwerke AG Ludwigshafen.

Dieter Schneider, bei den Pfalzwerken zuständig für Grundstücksentwicklung und Baulanderschließung, erläuterte den Ablauf der Arbeiten. Als Baufirmen sind die Gerst Unternehmensgruppe aus Edenkoben und die Peter Paul Bauunternehmung aus Klingenmünster mit im Boot. Den Baubeginn terminierte Schäfer auf das erste Quartal 2021.

In der Gemeinde gebe es eine hohe Nachfrage an Wohnungen, erklärte Schäfer. Die Einwohnerzahlen entwickelten sich positiv, außerdem gebe es einen Trend zu mehr und kleineren Haushalten. Mit dem bisherigen Bestand könne die Nachfrage nicht mehr gedeckt werden. Bis zum Jahr 2035 soll nach der Prognose des Statistischen Landesamtes die Einwohnerzahl der Verbandsgemeinde Maikammer um etwa 600 auf 8600 steigen. Die entwickelten Neubaugebiete „Im Erb“ und im „Erb II“ sind laut Schäfer komplett bebaut, sodass zurzeit ein deutlicher Überhang bei der Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken bestehe. Anlass für die Entwicklung des Plangebietes „Eulbusch III“ sei daher die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum.

Für die 25 Grundstücke der Gemeinde gebe es 400 Anfragen, berichtete Schäfer. Bei der Vergabe werde ein Punktesystem angewendet, bei gleichen Voraussetzungen mehrerer Bewerber entscheide das Los.

Schäfers Dank ging nicht zuletzt an die Eigentümer, die mit dem Verkauf ihrer Grundstücke den Weg für das Neubaugebiet freigemacht hätten. Etwa die Hälfte der Grundstücke gehört der Gemeinde, der Rest Privatleuten. Einer großen Nachfrage dürften sich vor allem die Grundstücke erfreuen, die eine freie Sicht auf das Hambacher Schloss und die Haardt bieten.

Wie schon bei den Planungen vorgestellt, wird in dem Gebiet ein Heizsystem eingesetzt, das fast emissionsfrei Wärme produziert: das kalte Nahwärmesystem. Dabei wird die Erdwärme genutzt, die aus einem zentralen Sondenfeld bezogen werden soll. Für die gemeindeeigenen Grundstücke gibt es eine Festlegung auf das System, ansonsten können die Eigentümer frei wählen, ob sie sich anschließen wollen oder nicht. Für schnelles Internet in dem Gebiet soll die Firma Inexio sorgen. Außerdem wird es eine Strom-Tankstelle geben.

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