Kreis Südliche Weinstraße Romantisch, besinnlich, gemütlich

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Die Mischung macht’s beim Karolinenmarkt in Bad Bergzabern: das romantische und herrschaftliche Ambiente des historischen Schlossinnenhofs, ein breites kulinarisches Angebot, die Initiative von Vereinen und die Möglichkeit, in aller Ruhe Geschenke auf dem kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt zu besorgen, den der Werbekreis organisiert hatte.

Weihnachtsromatik pur empfing die Besucher am ersten, sehr gut besuchten Wochenende und ein bisschen Kitsch muss auf Weihnachtsmärkten ja sein: zahllose Lichterketten, Gold und Glitzer, weihnachtliche Musik, die zum Teil auch live von Chören oder Bläsergruppen vorgetragen wurde. Gemütlich ging es zu, die Temperaturen erlaubten den ausgiebigen Plausch bei Glühwein, Deftigem oder Süßem im Freien. „Es war viel los“, freute sich Elisabeth Cuntz vom Evangelischen Frauenbund, der in der Schlossgasse ein gemütliches Adventscafé für den guten Zweck eingerichtet hatte. Die so typische Mischung aus Glühweinduft, Bratwurst und frisch zubereiteten Crêpes empfing die Besucher schon vor dem Tor zum Schlossinnenhof. Auf dem weihnachtlich geschmückten Rondell spielten die Kinder, sodass die Eltern in aller Ruhe schauen und genießen konnten. „Ich wünsche mir eine Kindernähmaschine, die echt näht“, verriet die achtjährige Esther. „Ein Kuscheltier, das laufen kann“, steht auf dem Wunschzettel der sechsjährigen Zora. Angeboten wurden an rund 30 Ständen viele Unikate. Schmuck, Warmes aus Pelz oder weihnachtliche Dekorationen. Die Damen umringten die Stände mit Schmuck im Gewölbekeller. Handgefertigte Kränze und Dekorationen wurden von Töpferin Waltraud Baron angeboten, die auch seit mehr als 20 Jahren auf dem Wochenmarkt einen Stand hat. Von Anfang an dabei ist auch Dietmar Gutting, der Behindertenbeauftragte der Verbandsgemeinde, mit handgefertigtem Holzspielzeug. Fünf Stunden und mehr brauche er für einen großen stabilen Korb, sagt Korbflechter Konrad Gerlein, der seine Kunst vor Ort vorführt. Romantisch ist der große Fasskeller, der zum gemütlichen Beisammensein bei Kerzenlicht oder zum Zuhören bei den Lesungen einlädt. Aktiv sind auch Schüler der Realschule plus, um mit dem Verkauf von Mandeln oder selbst gemachtem Weihnachtstiramisu einen Wandertag und einen Besuch an der Börse zu finanzieren. Die Walking-Gruppe aus Weißenburg setzt sich ebenfalls für den guten Zweck ein. „Wir unterstützen einen gemeinnützigen Verein, der sich gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution einsetzt“, erzählt Christine Diebold. Gemütlich ging es auch im Weihnachtscafé mit Basar der Stadmission zu. „Es hat Atmosphäre“, fasste eine Besucherin ihren Eindruck vom Weihnachtsmarkt zusammen. Zusätzlich haben die Geschäfte der Stadt an jedem Adventssamstag bis 18 Uhr geöffnet. „Wir setzen an jedem Adventswochenende einen neuen Schwerpunkt, es gibt kleine Verkostungen, Sonderaktionen und Rabatte“, erzählt der Vorsitzende des Werbekreises, Bernd Malysiak. Am kommenden Adventswochenende dreht sich alles um die Wünsche der Frauen. „Das Konzept ist interessant und soll ausgebaut werden“, so Malysiak.

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