Kreis Südliche Weinstraße Riskantes Umkleiden ist Vergangenheit

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Gleich zwei Gründe zum Feiern gab es bei der Feuerwehr von Maikammer am Wochenende. Ihr erweitertes Gerätehaus wurde eingeweiht, und ein neues Löschfahrzeug in Dienst gestellt. Eine halbe Million Euro wurde in das Gerätehaus investiert, hinzu kommen viele Eigenleistungen.

Mit der Erweiterung des Feuerwehrhauses wurde das letzte der drei Ziele erreicht, die sich Wehrführer Gerd Ruf zu Beginn seiner Amtszeit 2001 gesetzt hatte: Die Jugendfeuerwehr sollte aufgestockt werden – sie zählt derzeit 14 junge Mitglieder; ein neuer Einsatzwagen wurde 2009 in Betrieb genommen und schließlich mehr Platz geschaffen. Nicht nur unpraktisch, sondern riskant sei gewesen, dass bisher den Feuerwehrleuten zum Umkleiden in der Halle gerade einmal ein Abstand von 30 Zentimetern zum Einsatzfahrzeug geblieben sei. Nun sei eine ideale Lösung gefunden worden. Das Feuerwehrhaus, bisher 148 Quadratmetern groß, wurde um Nass- und Sanitärräume, Umkleidemöglichkeiten und ein kleines Büro nach Süden hin erweitert. Die Fahrzeughalle wurde nach Osten hin verlängert und bietet künftig Platz für eine Werkstatt. Im Obergeschoss sind ein Jugendraum eine Terrasse entstanden. Nach Angaben von Architekt Ludwig Weissbrod sollen die Eingangstore neue Fenster erhalten. Die Fahrzeughalle wurde hellgestrichen, der Aufenthaltsraum im Obergeschoss entkernt und ebenfalls gestrichen, ein neuer Boden wurde verlegt. Zusätzlicher Stauraum entstand. Die Feuerwehrleute sind stolz auf ihre Arbeit, denn in 3600 Stunden Eigenleistung haben sie die Kosten enorm gesenkt. Mit 500.000 Euro habe man denRahmen einhalten können, freute sich Bürgermeister Karl Schäfer. Beide Verbandsgemeinden – Maikammer und Edenkoben – hatten das Vorhaben unterstützt, da das 1983 gebaute Feuerwehrhaus den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprochen habe. Neben der Ausbildung müsste auch die technische und räumliche Ausstattung an neue Anforderungen angepasst werden. Außerdem habe der Technische Prüfdienst der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Koblenz wiederholt bemängelt, dass das Haus nicht den üblichen Din-Normen entspreche. Der Verbandsgemeinderat habe deshalb im Dezember 2013 der Erweiterung und Sanierung zugestimmt. Der Umbau hatte im März 2014 begonnen, berichtete Karl Schäfer. Funktional, effizient und zufriedenstellend. So beschrieb Kreisbeigeordneter und Feuerwehrdezernent Helmut Geißer die sanierte Halle. Eine gute Ausrüstung, und nicht zuletzt der Fuhrpark, trage zur Motivation der Wehrleute und zur Qualität der Ausbildung bei. Mit Sirenengeheul und Blaulicht rollte das neue Mittlere Löschfahrzeug, das ein 30 Jahre altes Vorgängermodell ersetzt, auf den Hof, ausgestattet mit einem 1000-Liter-Wassertank und moderner Technik. Zu den Kosten von 170.000 Euro erhielt die Gemeinde einen Landeszuschuss von 50.000 Euro. Pfarrer Dariusz Stankiewicz segnete Halle, Fahrzeug und alle, die sie nutzen. Er erinnerte an die bisher 70 Einsätze in diesem Jahr und daran, dass die knapp 60 Wehrleute, darunter drei Frauen, stets ihr Leben für das Leben anderer riskierten. Thomas Herrmann überreichte Schecks über 450 Euro vom Werbeverein und über 500 Euro von der Concordia-Versicherung zugunsten der Jugendfeuerwehr. (giw)

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