Pfälzerwald RHEINPFALZ Plus Artikel Rietburgbahn-Gaststätte: Das plant der neue Pächter

Peter Märtens und seine Frau Elke sind bereit, an der Rieitburgbahn-Gaststätte loszulegen.
Peter Märtens und seine Frau Elke sind bereit, an der Rieitburgbahn-Gaststätte loszulegen.

Die Rietburgbahn hat wieder eine Gastro. Für die neuen Pächter ist es ein Heimspiel. Das Paar hat langjährige Erfahrung im Gastgewerbe und startet nun in ein neues Abenteuer.

Sesselbahn-Chefin Tina Mermer war erfolgreich bei ihrer Suche nach einem neuen Pächter, der das Lokal an der Talstation in Edenkoben dauerhaft betreibt. Nach einem Betreiber, der gekommen ist, um zu bleiben. Anders als der Vorgänger, der kurz vor Saisonstart aus privaten Gründen abspringen musste.

Mermer stand plötzlich ohne Gaststätte da. Aber nur, um wenig später die Qual der Wahl zu haben. Denn nach dem RHEINPFALZ-Bericht zum Rückzieher des Pächters meldeten sich viele Menschen aus der Südpfalz und Umgebung, die auch kurzfristig verfügbar waren, um die Fläche am Fuße der Rietburg gastronomisch zu bespielen. Die Übergangszeit gestaltete eine Manufaktur aus Ludwigshafen. Sie versorgte Besucher mit einem Foodtruck mit Dampfnudeln. Nun haben sich Peter Märtens und seine Frau Elke die vergangenen Tage dort eingerichtet. Am Donnerstag wollen sie starten.

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Was es an der Rietburgbahn zu essen geben wird

Wie der Name des Lokals, „Worscht un’ dorscht“, ausdrückt, soll es an der Rietburgbahn etwas zu essen geben, das man in die Hand nehmen oder am Tisch genießen kann, etwa Bratwurst oder Saumagen mit Brötchen. „Am Wochenende, wenn üblicherweise mehr los ist, machen wir dann auch die Fritteuse für die Pommes an“, sagt Peter Märtens. Am Nachmittag soll es neben Eis am Stiel Kuchen frisch vom Bäcker geben. Also eine Auswahl an Speisen, die den ganzen Tag über Besucher verschiedenen Alters ansprechen soll.

Eine Speisekarte brauche es nicht. Denn wer länger einkehren möchte, für den gebe es gleich in unmittelbarer Nähe zwei Alternativen: zum einen die Höhengaststätte auf der Rietburg, zum anderen das Restaurant in der Villa Ludwigshöhe, das demnächst eröffnet.

Schnelles „Ja“ zur Rietburgbahn-Gaststätte

Mit dem Zusatz „Waldausschank an der Sesselbahn“ gelingt es dem Pächterpaar, seine neue Gastro schon in Namen des Lokals zu verorten. Wenn man sich die Vita der Eheleute betrachtet, scheint die Stelle am Rande des Pfälzerwalds genau die Richtige für sie zu sein: Beide sind Edenkobener, sie kennen die Rietburgbahn schon von Kindestagen an. Sie haben jahrelange Erfahrung in der Gastronomie, führten dabei an verschiedenen Orten Pubs, eine Pizzeria und auch mal eine Eisdiele. Obendrein bezeichnen sie sich als naturverbunden.

Auch deshalb mussten sie nicht lange überlegen, ob sie das Lokal an der Edenkobener Attraktion übernehmen möchten. Wobei sie nun eine Doppelbelastung haben. Peter und Elke Märtens führen nämlich noch das „Bähn’l“ in Edesheim – einen Pub mit Biergarten, der sich, wie der Nabe schon vermuten lässt, am Bahnhof befindet. Dort haben sie vor fünf Jahren angefangen.

Doppelbelastung für Pächterpaar

Es war für das Paar ein Neuanfang in der Heimat, nachdem sie zuvor einige Jahre lang durch Europa getourt sind. Das Fernweh hatte die beiden gepackt. Peter Märtens war für eine Schweizer Firma als Monteur im Ausland tätig, seine Frau Elke lernte als Au-pair fremde Kulturen kennen, war zudem auf einem Kreuzfahrtschiff tätig. Sie wanderten aus und führten mehrere Lokale, zuletzt in Portugal. Corona zwang sie schließlich dazu, heimzukehren. Die Pandemie schränkte sie nicht nur beruflich, sondern auch im Alltag so sehr ein, dass sie keine Perspektive mehr sahen.

Das „Bähn’l“ in Edesheim wurde zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt, heute arbeiten und leben sie im selben Gebäude. Das wird aber nicht mehr lange so sein. Denn wie Peter Märtens berichtet, werden sie den Pachtvertrag, der zum Ende des Jahres ausläuft, nicht verlängern. Stattdessen planen sie für die Rietburgbahn-Gaststätte langfristig, haben schon jetzt Ideen, mit welchen Leckereien sie Besucher in der nächsten Saison zu sich locken möchten. Nun aber gelte es, einen guten Start hinzulegen.

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