Kreis Südliche Weinstraße Rentiert sich Investition?

Was mit den rund 12.000 Euro passiere, die Dörrenbach dem Tourismusbüro in Bad Bergzabern zahle, wollte Andrea Zenker (IGD) in der jüngsten Ratssitzung in Dörrenbach wissen: „Ich unterstütze nicht Bad Bergzabern, wenn es um Dörrenbach geht“, so Zenker im Zusammenhang damit, dass eine Seite im Urlaubskatalog des Bad Bergzaberner Landes 1500 Euro kostet.
Ob die Investition gerechtfertigt sei, wollte auch Torsten Pradel (CDU) wissen: „Ich will sehen, ob es sich für die Gemeinde rentiert, wir bewerben private Geschäftsleute.“ Beschlossen wurde, den Geschäftsführer des Tourismusbüros, Tobias Kelter, zu einer der nächsten Sitzungen einzuladen. „Es wäre geregelt und legal“, fand der Rat zum Vorschlag der SPD-Fraktion, das Kleingarten- und Freizeitgelände unterhalb des Sportplatzes in den Flächennutzungsplan aufzunehmen. Der seit Jahren andauernde Ärger über Gartenhäuschen oder Holzunterstände, die auf den Grundstücken stehen, hätte damit ein Ende. Das Gelände mit vielen Obstbäumen ist weitläufig und die Parzellen sind recht groß, wie eine Besichtigung der RHEINPFALZ mit Ortsbürgermeister Reinhard Pelz zeigt. Sehr versteckt sieht man das eine oder andere Holzhäuschen zur Unterbringung von Geräten oder einen Unterstand für Holz. „Das ist eigentlich nicht erlaubt im Biosphärenreservat Pfälzerwald, auch Einzäunungen nicht“, so Pelz. Erst kürzlich habe ein Einwohner einen Schuppen auf Grund einer Verfügung des Kreises abreißen müssen. Um den Besitzern der Grundstücke Sicherheit zu geben und künftigen Ärger zu vermeiden, soll die Fläche zwischen Reben und Wald überplant werden, so dass jeder genau weiß, was dort erlaubt ist. Der Rat beschloss, die ersten Schritte dazu einzuleiten. Bemängelt wurde in der Einwohnerfragestunde das Unkraut in den Gassen und eine starke Absenkung in einer Straße. Pelz rief die Bürger auf, das Unkraut zu entfernen. „Wenn es nichts nützt, müssen wird das Ordnungsamt einschalten“, so Pelz. Die Reparatur der Straße wird wohl etwas länger dauern, der Bauhof müsse sich das zunächst ansehen. Dass die Anwohnerin den Schaden selbst beheben könne, wie diese vorgeschlagen hatte, glaube er nicht, so Pelz. Thema im Rat war auch das schwere Unwetter, dass am 28. Juli Dörrenbach mit einer Schlammlawine überrollt hat. Pelz lobte den Einsatz der Bürger und der Feuerwehr. Eine Versicherung für Elementarschäden an gemeindeeigenen Gebäuden lehnte der Rat einstimmig ab. (pfn)