Landau / SÜW RHEINPFALZ Plus Artikel Public Viewing: Wo Südpfälzer die Fußball-WM erleben können

Bei den Vorbereitungen auf dem Untertorplatz: Alexander Kurz (rechts) und Andy Bauer.
Bei den Vorbereitungen auf dem Untertorplatz: Alexander Kurz (rechts) und Andy Bauer.

Die Fußball-Weltmeisterschaft steht an. Kein Südpfälzer muss sich die Spiele allein vor dem TV ansehen. In Landau und Umgebung gibt es Public Viewings – auch zur Nachtruhe.

Auf öffentlichen Plätzen in Landau werden Leinwände aufgebaut, damit man wieder gemeinsam Fußball gucken kann. Denn eine Weltmeisterschaft, die am 11. Juni beginnt, bewegt bekanntlich die Massen.

Zwei größere Public Viewings in Landau

Dabei werden an zwei zentralen Orten die Public-Viewing-Kulissen aufgebaut: auf dem Ober- und dem Untertorplatz. Den einen Treffpunkt bewirtschaftet das Restaurant Mio, das diesen Bereich neben dem üblichen A-la-carte-Geschäft auf der Terrasse mit einem gesonderten Ausschank betreiben wird, so die Angaben von Angelo Viticchie.

Am anderen Ende der Fußgängerzone, in der Königstraße, treten die Gaumenfreunde aus Edenkoben als Veranstalter auf. Bereits bei anderen Sportereignissen, bei denen es um das runde Leder ging, lockte der Cateringbetrieb von Alexander Kurz die Menschen an: Vor zwei Jahren bei der Finalteilnahme des FCK im DFB-Pokal bespielten sie den Rathausplatz, bei der Europameisterschaft 2021 wurde am Untertorplatz für das Fußballgucken alles arrangiert.

16 Spielorte, ebenso viele Anstoßzeiten

Bis zu 300 Leute finden dort wieder einen Sitzplatz, wobei auch die Gäste vom benachbarten Wirtshaus, das ebenfalls unter der Regie von Alexander Kurz steht, und der Bar Bengels auf die LED-Wand blicken können. Diese beiden Gastronomien werden zusammen mit dem Burger-Laden Bagage, der sich ebenfalls an diesem Flecken der Stadt befindet, die Besucher des Public Viewings bewirten. Einen fünfstelligen Betrag werde es geschätzt kosten, um das Ganze auf die Beine zu stellen, erklärt Kurz. Wobei das Programm mehrere Wochen läuft. Die Fußball-Weltmeisterschaft geht nämlich über fünf Wochen, das Finale steigt am 19. Juli um 21 Uhr.

Apropos Uhrzeit: Aufgrund der Zeitverschiebung und der Tatsache, dass das Turnier an 16 Orten in den USA, in Kanada und in Mexiko ausgetragen wird, gibt es 16 verschiedene Anstoßzeiten. Der früheste Anpfiff eines Spieltages wird um 18 Uhr sein, der späteste im Morgengrauen, mitteleuropäischer Zeit wohlgemerkt.

Auch im Landkreis Leinwände für Fußball-WM

Zumindest für die Vorrundenbegegnungen der Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann muss man nicht bis spät in die Nacht aufbleiben. Die Auftaktpartie gegen Curaçao beginnt um 19 Uhr, die beiden anderen gegen die Elfenbeinküste und gegen Ecuador starten um 22 Uhr. Also dann, wenn die Nachtruhe beginnt. Doch die Public-Viewing-Verordnung des Bundes erlaubt es Kommunen, diese während der Zeit der WM nach hinten zu schieben, wie Stadtsprecherin Sandra Diehl berichtet. „Dann sind die Übertragungen in der Regel bis Mitternacht beendet.“ Ausnahmen, also im Falle einer Verlängerung und eines Elfmeterschießens in den K.o.-Runden, seien auch noch in Ordnung.

Ein Blick in den Kreis SÜW zeigt, dass auch auf dem Land Public Viewing beantragt wurde. So wurde der Gaststätte „Elwetritsche“ in Bad Bergzabern erlaubt, Spiele für rund 40 Personen auf dem Parkplatz des Lokals zu übertragen. In Insheim wird am 20. Juni im Zuge des Weschbachfestes das Spiel der deutschen Elf auf dem Zeppelinsplatz gezeigt.

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