Kreis Südliche Weinstraße Protestanten feiern Wiedereröffnung der Bergkirche
Zwischen 1720 und 1730 wurde die Bergkirche in Bad Bergzabern von der lutherischen Gemeinde gebaut. Wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten war das barocke Kleinod jetzt über ein Jahr lang geschlossen. Am Sonntag wird die Bergkirche mit einem Festgottesdienst offiziell wieder eröffnet. Die Feierlichkeiten der protestantische Kirchengemeinde beginnen aber bereits morgen Abend im Rahmen der „Hellen Nacht“.
Gestern stand noch das Gerüst vor der Bergkirche. Bis morgen Abend soll auch das entfernt sein, sagt Dekan Dietmar Zoller. Die Arbeiten am Dachstuhl sind endlich auch beendet. Im Inneren sind die Handwerker schon länger fertig. Auch die Orgel ist wieder ausgepackt. Ursprünglich sollte die Sanierung bis Ende vergangenen Jahres abgeschlossen sein. Aus verschiedenen Gründen hat sich der Abschluss der Arbeiten aber immer weiter hinausgezögert. Der bunte Nagekäfer hatte sich an den von Weißschimmel befallenen Deckenbalken zu schaffen gemacht. Die Sanierung war unumgänglich. Bei den Arbeiten entdeckten die Fachleute weitere Schäden. „Und auch das Wetter hat nicht immer mitgespielt. Man kann das Dach halt nicht öffnen, wenn es ständig regnet“, beschreibt Zoller das Dilemma der vergangenen Monate. Die Kosten für die Dachstuhlsanierung wurden Anfang 2015 auf 340.000 Euro geschätzt. „Ich habe jetzt noch keine Schlussrechnung vorliegen, aber ich gehe davon aus, dass wir so in etwa im Kostenrahmen geblieben sind“, sagt der Dekan. Das Gotteshaus gehört der protestantischen Gemeinde. Knapp 175.000 Euro hat die Kirchengemeinde bisher an Spendengeldern für die Sanierung der Bergkirche gesammelt. Dazu kommt eine 40.000-Euro-Scheck von der Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der im vergangenen November überreicht wurde. Dekan Zoller hofft, dass viele Bürger das Angebot der Führungen durch die Bergkirche nutzen werden, auch am Samstag. „Wir haben uns mit unserer Feier einfach an die Helle Nacht drangehängt“, sagt Zoller. Auch auf die Fußballfans baut der Dekan. „Wir werden eine Möglichkeit finden, dass sie das Deutschland-Spiel sehen können“, verspricht er. |jpa