Kreis Südliche Weinstraße Platz für neue Bestattungsformen

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Die Neugestaltung der beiden Friedhöfe im Unter- und Oberdorf beschäftigte den Gemeinderat Hochstadt in seiner jüngsten Sitzung stark. Mit der Neugestaltung möchte die Gemeinde auch auf neue Bestattungsformen reagieren.

Planerin Bettina Krell (Bad Bergzabern) legte zwei Varianten vor. Es ging um anonyme Gräber und Wiesengräber. Grundsätzlich sollten anonyme Gräber auch wirklich anonym sein. In der Praxis werde jedoch meistens eine zentrale „Gedenkstätte“ errichtet, an der Namensschilder angebracht werden. Es ist auch möglich, dort Grabschmuck und Blumen abzulegen. Die Grabstätte bei Wiesengräbern werden mit einer Platte mit Namen gekennzeichnet. Der Rat beschloss, die neuen Bestattungsformen jeweils nach den Gegebenheiten des Friedhofes umzusetzen. Auf dem Friedhof des Oberdorfes sollen die Flächen für Wiesengräber oberhalb des Friedhofskreuzes und die anonymen Grabstätten unterhalb des Kreuzes ausgewiesen werden. Außerdem sollen aus Verkehrssicherheitsgründen drei Bäume gefällt werden. Über die „Nachfolger“ muss der Rat noch beraten. Auf beiden Friedhöfen sind Findlinge geplant, vor denen Blumen platziert werden können. Jetzt werden noch einige Fragen und Änderungswünsche zur Friedhofssatzung zu besprechen sein. Im weiteren Sitzungsverlauf warb SPD-Ratsmitglied Karlheinz Frech um Unterstützung für eine Resolution seiner Partei. In diesem Papier geht es um die Grundwasserentnahme durch Tiefenbohrungen durch die Landwirtschaft. Die Sozialdemokraten befürchten, dass es eines Tages zu erheblichen Problemen beim Grundwasser kommen könnte. Sie fordern die zuständigen Behörden auf, die Tiefenbrunnen intensiver zu kontrollieren, da es auch illegale Brunnenbohrungen geben könnte. Auch über Kostenberechnungen für diese Wasserentnahme sollte nachgedacht werden. Ortsbürgermeister Otto Paul (CDU) zeigte Verständnis für diese Resolution, aber es gebe bereits seitens der Gemeinde eine Resolution in dieser Richtung. Er regte an, zunächst das Meinungsbild im Verbandsgemeinderat abzuwarten. Diesem Vorschlag wurde gefolgt. Der Tanz- und Sportclub TSC Hochstadt muss weiterhin auf eine Förderung durch die Gemeinde warten. Der Antrag wurde zurückgestellt, weil erst der Haushaltsplan 2015 abgewartet werden soll. In seinem Bittschreiben wies der Verein auch auf seine Erfolge beim Schautanz hin. Mittlerweile machen 60 Mädchen Schautanz und 50 Mädchen Gardetanz. Der Zuschussantrag wurde auch mit den hohen Kosten für die Ausstattung der Aktiven begründet, die bei rund 280 Euro pro Kostüm liegen. Bei den im Antrag angesprochenen Problemen mit den Sportgeräten in der Turnhalle der Hainbachschule sprach sich die erste Beigeordnete Uschi Heupel (FWG) für Verhandlungen mit der Verbandsgemeinde Offenbach als Schulträger aus. Einstimmig folgte der Gemeinderat dieser Vorgehensweise. In den angebauten Gruppen- und Stillbeschäftigungsräumen der Kindertagesstätte, die auch als Schlafräume genutzt werden, fehlen noch Beschattungs- und Verdunkelungsmöglichkeiten. Einstimmig beschloss der Rat die Vergabe dieses Gewerkes an die Firma Wünstel Sonnenschutztechnik (Landau). Die Blitzschutzanlage bei der Kita wird die Firma Müller (Karlsruhe) für 1195 Euro erstellen. Bei elf Ja-, drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung sprach sich der Rat mehrheitlich für die Beibehaltung der Steuerhebesätze aus. (tr)

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