Kreis Südliche Weinstraße Platanen statt Ahorn

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Für Gesprächsstoff in Bad Bergzabern sorgen vier Ahornbäume am Parkplatz beim Schloss. Für das Schild mit einem freundlich lächelnden Baum das an einem der Bäume hängt – „Baum ab? Nein Danke“ – dürfte es zu spät sein, denn sie sind bereits gefällt.

Was auf den ersten Blick nicht gleich zu erkennen ist. „Wir haben sie aus Gründen der Verkehrssicherheit in dieser Höhe gefällt“, sagt der Gartenbauamtsleiter der Stadt, Thomas Wiesner. Wären sie knapp über dem Boden gefällt worden, wäre die Unfallgefahr für Fahrzeuge und Fußgänger zu groß gewesen. Die Kritik von Bürgern, von der er gehört habe, gesunde Bäume seien gefällt worden, weist er zurück. Die Aktion diene dem Schutz der Bürger, sagt Wiesner. „In der kommenden Woche wird der Bagger anrollen, mit dessen Hilfe die Baumstümpfe entfernt werden“, kündigt Wiesner an. Die Notwendigkeit der Fällung zweifelt er nicht an. „Die Bäume waren im Kronenbereich so geschädigt, dass ihre Vitalität zu stark eingeschränkt war. Wir mussten fällen“, sagte der Gartenbauamtsleiter, der für rund 1600 Bäume in Stadtbereich zuständig ist. Zudem sei das Gartenbauamt in der Haftung, wenn etwas passiere. Außerdem könne ein Laie oft gar nicht beurteilen, ob ein Baum krank sei oder nicht, oft sehe man die Schäden ohne geschulten Blick nicht, sagt der Spezialist für das örtliche Grün. „Wir haben seit 30 Jahren einen sehr engagierten Mitarbeiter, der auch Baumkontrolleur ist. Alle Bäume werden zweimal im Jahr kontrolliert, einmal im be- und einmal im entlaubten Zustand, das ist ein großer Aufwand“, erklärt Wiesner. Bisher habe sich noch niemand beim Gartenbauamt nach den Gründen der Fällung erkundigt, was er bedauert. Wer das Schild aufgehängt habe, sei ihm nicht bekannt. „Die Bürger können sich jederzeit bei uns melden und sich informieren“, lautet sein Angebot. „Die Bäume am Schloss sind bald nicht mehr da, aus schönen Bäumen wurden Problembäume, anscheinend auch für die Grünen“, schreibt FWG-Stadtratsmitglied Bernd Malysiak der RHEINPFALZ in Anspielung auf Gerhard Rodrian (Bündnis 90/Die Grünen), Beigeordneter der Stadt und zuständig für das Gartenbauamt. „Ich vertraue auf die Fachleute des Gartenbauamtes und habe keinen Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Maßnahme“, erklärt Gerhard Rodrian weiter. Das A und O sei die Verkehrssicherungspflicht, betont Rodrian. Wenn die Wurzelstöcke jetzt in Kürze entfernt würden, sollen an dieser Stelle drei Platanen gepflanzt werden, informiert er. (pfn)

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