Oberhausen RHEINPFALZ Plus Artikel Planung für Mehrgenerationenplatz wird vorangetrieben

„Das ist Dorf pur“, schwärmt der Ortsbürgermeister Jens Sprenger. Er zeigt auf den Platz, wo das Projekt realisiert werden soll.
»Das ist Dorf pur«, schwärmt der Ortsbürgermeister Jens Sprenger. Er zeigt auf den Platz, wo das Projekt realisiert werden soll.

Die Voraussetzungen für den Mehrgenerationenplatz in Oberhausen sind ideal. Außentoiletten und Kinderspielplatz sind bereits vorhanden. Geplant ist eine Besonderheit, die selten ist.

Angelegt werden soll der Mehrgenerationenplatz auf dem großen Gelände an der Gemeinschaftshalle, dem Dreh- und Angelpunkt des Dorflebens in Oberhausen. Eine kleine Brücke von der Halle über den Erlenbach ist der kurze Weg auf den Platz, eine fußläufige Verbindung führt weiter zur Hauptstraße. Genau 7327 Quadratmeter misst das Grundstück, das durch die Bepflanzung mit vielen schattenspendenden Bäumen und dem vorbeifließenden Erlenbach jetzt schon attraktiv ist.

Den Mehrgenerationenplatz hat der Gemeinderat schon im Juli 2020 beschlossen, nun geht es in die Umsetzungsphase. Ein Förderantrag für die geschätzten Kosten von 200.000 Euro wurde gestellt. „Wir hoffen auf eine Förderung von 70 Prozent aus dem GAK-Förderprogramm“, informiert Ortsbürgermeister Jens Sprenger. GAK steht für Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes. Ein Förderprogramm unter anderem für die Entwicklung ländlicher Räume.

Wer die Bewirtung der Besucher übernehmen soll

„Durch die Außentoiletten an der Gemeinschaftshalle und den Spielplatz haben wir ideale Voraussetzungen“, sagt Sprenger. Auch das bereits bestehende Volleyballfeld werde seit vielen Jahren intensiv genutzt. Als zentrales Element hat Architekt Jens Huck aus Klingenmünster einen Bewirtungspavillon auf dem Platz geplant. Zuleitungen für Wasser und Strom sollen für das rund 25 Quadratmeter große Gebäude inklusive eines überdachten Außensitzes gelegt werden. „Der Antrag für die Baugenehmigung ist auf dem Weg“, informiert Sprenger. Bei gutem Wetter könnten dann Bänke und Tische auch auf dem Rasen aufgestellt werden, sagt er.

Für die Bewirtung sorge dann auch der im Jahr 2020 gegründete Verein „Dorflääwe“ mit derzeit rund 30 Mitgliedern, der auch bei Veranstaltungen in der Gemeinschaftshalle die Gäste versorgt. Grundsätzlich stehe die Bewirtungsmöglichkeit aber allen Vereinen in der Gemeinde offen. Diskutiert wird derzeit noch über einen Brotbackofen auf dem Gelände. Geplant ist vom Büro Floraplan in Klingenmünster ein Bewegungsparcours mit Geräten für jedes Alter. Weitere Sitzmöglichkeiten sollen den Wohlfühl- und Erholungsfaktor verstärken.

Der Platz hat auch schon einen Namen

Der große Traum wäre eine Wassertrete im Erlenbach, schwärmt Sprenger. Das bedürfe aber zusätzlicher Planungen und anderer Fördermöglichkeiten. Grundsätzlich findet er, dass der Platz auch nach der Umgestaltung seinen ursprünglichen Charme behalten soll und zum Beispiel auch für Picknicks auf dem Rasen unter schattigen Bäumen genutzt werden kann. Einen Namen für den Mehrgenerationenplatz gibt es bereits. Er soll „Mühlenpark“ heißen. Aus einem ganz bestimmten Grund.

Auf dem Gelände stand einst eine von drei Mühlen in Oberhausen: die Untermühle. 1681 erbaut, 1954 als baufällig erklärt, 1937 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt. Der große Mühlstein und ein Foto erinnern noch an den einstigen Betrieb. „Mir blutet das Herz, wenn ich daran denke, dass dieses historische Gebäude abgerissen wurde. Wenn man gräbt, findet man noch überall Reste davon“, bedauert der Ortschef.

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