Landau / SÜW RHEINPFALZ Plus Artikel Pfälzerwald: Hüttenhopping auch für Kinder

Auch die Landauer Hütte nimmt am Hüttenhopping teil.
Auch die Landauer Hütte nimmt am Hüttenhopping teil.

Der Pfälzerwald ist in der Südpfalz als Erholungsort geschätzt. Corona hat den Wanderungen in der Natur aber nochmal einen Schub gegeben. Das Tourismusbüro SÜW hat nun ein neues Angebote für junge Familien.

Bei Erwachsenen ist es bereits bekannt und beliebt: das als Hüttenhopping bezeichnete Hüttenwandern im Pfälzerwald. Ziel ist, in der Saison zwischen Mai und Ende Oktober Etappen abzuhaken oder, besser gesagt, abstempeln zu lassen.

Schließlich führen die Teilnehmer der Aktion einen Pass mit sich, den sie zuvor beim Personal der mitmachenden Hütten oder im Tourismusbüro SÜW erhalten haben. Sollte die Hütte geschlossen sein, liegt der Stempel in einer ausgewiesenen kleinen Holzkiste bereit. Sind alle genannten Ziele im Pfälzerwald erreicht, ist der Pass dementsprechend abgestempelt, gibt es eine Wein- oder Saftschorle aufs Haus. Eingeschenkt wird das Getränk in ein Motivglas, das es obendrein als Belohnung für die Touren geschenkt gibt.

Siebeldinger Hütte neu dazugekommen

Das Hüttenhopping gibt es inzwischen seit neun Jahren in der Südpfalz. Nahmen am Anfang fünf Pfälzerwald-Hütten daran Teil, sind es inzwischen sieben. Mit dabei sind unter anderem die Nellohütte im Edenkobener Modenbachtal und die Böchinger Hütte. Neu hinzugekommen ist dieses Jahr die Siebeldinger Hütte.

Da oftmals auch Kinder Mama und Papa bei den Touren im Wald begleiten und auch sie belohnt werden sollen, gibt es erstmals einen extra für sie gestalteten Pass. Abgestempelt werden dann verschieden Tiere, darunter ein Hase, ein Fuchs und ein Wildschwein. Haben sie alle Etappen beendet, winkt ein mit einer Saftschorle gefülltes Mini-Hüttenhoppingglas.

„Tolle Motivation für die Kinder“

Das Angebot kommt bei jungen Wanderfreunden an, bestätigt Klaus Westermayer, der Vorsitzende der Pfälzerwaldverein-Ortsgruppe Amicitia Landau. Das wundere ihn nicht. „Gerade bei langen Touren sind Kinder dann ganz anders motiviert, als nur mit den Erwachsenen wandern zu gehen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Dieses neue, auf Kinder zugeschnittene Angebot kommt nicht von ungefähr. Es rührt daher, dass das Tourismusbüro in diesem Bereich verstärkt junge Familien ansprechen möchte. Das berichtet Sabine Zwick vom Edenkobener Tourismusbüro, welches das Hüttenhopping initiierte. Waren es doch vor allem auch die drei- oder mehrköpfigen Haushalte, die es in der Corona-Zeit, insbesondere während der Lockdowns, vermehrt für Ausflüge in die Natur zog. In einer Zeit, in der der Pfälzerwald umso mehr als Erholungsort geschätzt wurde.

Ausweitung des Angebots denkbar

Zwick berichtet noch von weiteren Ideen. So wird derzeit überlegt, im Pfälzerwald auf dem Abschnitt zwischen Edenkoben und St. Martin Erlebnisstationen für Kinder zu schaffen. Das könnte dann so ähnlich aussehen wie der Waldlehrpfad auf dem Taubensuhl mit Start und Ziel am Forsthaus. Auf einem drei Kilometer langen Abschnitt erwarten Wanderer dort Stationen, die Namen wie „Baumtelefon“, „Weitsicht“ und „Waldweg“ tragen. Kinder erfahren dabei Wissenswertes zur Natur und können sich teilweise sportlich betätigen.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Hüttenhoppings könnte das Angebot auf benachbarte Regionen ausgeweitet werden, informiert Zwick. Hierzu werden Gespräche geführt.

Info

Am Hüttenhopping nehmen teil: die Böchinger Hütte in der Nähe von Eußerthal, die Landauer Hütte am Zimmerbrunnen in der Nähe von Dernbach, die Nellohütte bei Edenkoben, die Ringelsberghütte bei Frankweiler, die Trifelsblickhütte bei Gleisweiler, die Geldmünzhütte bei Siebeldingen und die Amicitia-Hütte bei Weyher.

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