Kreis Südliche Weinstraße Partner, die „gut miteinander können“

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VR-Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG soll das Haus heißen, wenn die Fusion von Raiffeisen- und Volksbank (R+V) Dahn, VR-Bank Südliche Weinstraße und Raiffeisenbank Herxheim 2017 vollzogen wird – sofern die Vertreter im Oktober zustimmen. Sitz soll Bad Bergzabern sein. Darüber informierte die R+V-Bank Dahn am Mittwochabend bei ihrer Vertreterversammlung, die eine grundsätzliche Zustimmung zu einer Fusion erkennen ließ.

Die Verschmelzung der drei Banken ist für 1. Januar 2017 geplant. Ob es dazu kommen wird, wird aber erst noch von den Vertretern und Mitgliedern der drei Banken entschieden: voraussichtlich am 5. Oktober in Dahn, am 6. Oktober in Herxheim und am 7. Oktober in Bad Bergzabern. Anfang 2016 wurden Sondierungsgespräche aufgenommen – gezielt mit der VR-Bank Südliche Weinstraße, weil beide Banken seit Jahren freundschaftlich miteinander verbunden seien, betonten Vorstand und Aufsichtsrat. Dass die kleinere Raiffeisenbank Herxheim Dritte im Bunde wurde, habe daran gelegen, dass zwischen ihr und Bergzabern bereits über Fusion gesprochen worden war. Schnell sei klar gewesen, sagte R+V-Vorstand Bernd Lehmann, „dass sich hier Menschen gefunden haben, die gut miteinander können und die gemeinsamen Werte vertreten“. Ähnlich äußerten sich die Vorstände der VR-Bank Südliche Weinstraße (Wolfgang Faber, Marco Kern) und Raiffeisenbank Herxheim (Theofried Schmidbauer, Peter Kuntz), die in Dahn für die Fusion warben. Alle Vorstandsmitglieder sollen übrigens im Amt bleiben; allerdings wird der Vorstand mit dem altersbedingten Ausscheiden von Wolfgang Faber zum 31. Dezember 2017 und von Edmund Zwick (Dahn) zum 31. März 2019 auf vier Mitglieder reduziert. Den Vorsitz soll der 40-jährige promovierte Betriebswirt Marco Kern (Bergzabern) übernehmen. Auch der Aufsichtsrat soll sich anfänglich aus allen Mitgliedern zusammensetzen, wird aber in den nächsten Jahren reduziert. Nicht reduziert werden fusionsbedingt die Belegschaften, die im gemeinsamen Haus rund 300 Mitarbeiter ergäben, betonte Lehmann. Es gebe auch keine Überschneidungen im neuen Geschäftsgebiet entlang der französischen Grenze. 72 Mitarbeiter werden jedoch in den nächsten zehn Jahren aus Altersgründen gehen. Gegen die Fusion selbst äußerte kein Vertreter Bedenken. Eine Verschmelzung sei „unausweichlich“, hieß es bei der Diskussion. Verstehen könne er aber nicht, kritisierte ein Redner, warum die Dahner Bank ihre Fusionspartner nicht im Westen suchten. Und wie man denn so sicher sein könne, dass man die richtigen Partner gefunden habe? Sie hätten auch mit anderen Banken Kontakt gehabt, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Harald Jenet. Mit Bergzabern seien sie sehr lange freundschaftlich verbunden, ergänzte Lehmann – man renne nicht blind in diese Fusion hinein. |tre

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