Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Parkplätze wichtiger als Kinder

4h9a1100

Kinder haben in der Kurstadt keine Priorität. Spielplätze sind rar. Dabei wäre es einfach gewesen, mehr davon zu schaffen.

Drei öffentliche Spielplätze übers Stadtgebiet verteilt sind zu wenig für die Zahl von fast 900 Bad Bergzaberner Kindern zwischen zwei und zwölf Jahren. Ein Vierter soll in der Karl-Popp-Straße nach drei Jahren Sperrung im Herbst wieder öffnen. Vielleicht. Ein untragbarer Zustand. Wie wichtig der Stadt aber Kinderspielplätze generell sind, sieht man auch an dem Umgang mit privaten Bauherren. Denn: In Paragraf 11 der Landesbauordnung steht, ab dem Bau von drei Wohneinheiten ist ein Spielplatz für Kleinkinder zu errichten. In der Kurstadt wurden in den vergangenen Jahren einige Bauprojekte mit mehr als drei Wohnungen verwirklicht. Es ist kein Fall bekannt, in dem dort die Landesbauordnung von Stadt- und Kreisverwaltung durchgesetzt wurde. Sonst gäbe es wohl einen geringeren Bedarf an städtischen Spielplätzen. Bei Stellplätzen hat man hingegen sehr genau auf die Umsetzung geachtet. Merke: Stellplätze sind wichtig, Kinderspielplätze nicht.

x