Kreis Südliche Weinstraße Paris-Besuch zum Abschied

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Nach 13 Jahren als Schulleiter im Landkreis SÜW, davon zuletzt vier Jahre am Gymnasium des Alfred-Grosser-Schulzentrums in Bad Bergzabern, davor am Trifelsgymnasium in Annweiler, wurde gestern Philipp Gerlach verabschiedet. Mit viel Humor und viel Wehmut. Sogar der Namensgeber der Schule, Alfred Grosser, war aus Paris angereist. Gerlach wird künftig bei der Aufsichts- und Dienstleitungsdirektion (ADD) in Neustadt arbeiten.

„Der Abschied fällt mir nicht leicht. Das ist durch die Feier nicht besser geworden, wir haben gut zusammen gepasst“, so der scheidende Oberstudiendirektor. Dem Landkreis werde er durch seine künftige Zuständigkeit für die Schulen in Edenkoben und Herxheim erhalten bleiben. Sein Dank galt vielen in und um die Schule. Als „ganz besonderes Geschenk“ empfinde er den Besuch von Alfred Grosser, so Gerlach. „Wir haben uns nicht nur gut vertragen, es ist auch eine persönliche und freundschaftliche Beziehung geworden“, würdigte Alfred Grosser den Schulleiter. Er sei sich nicht sicher, ob Philipp Gerlach seine künftige Tätigkeit gefallen werde, da er nicht mehr mit Schülern zu tun haben werde. „Wir können froh sein, dass es ihn hier gegeben hat und traurig, dass er geht“, so Grosser. „Wir hätten die Versetzung gerne verhindert“, so der Stellvertreter Gerlachs, Jörg Engel, der bis zur Neubesetzung der Schulleiterstelle zusammen mit Anne Schwamm das Gymnasium leiten wird. Die anfänglichen Befürchtungen, der neue Schulleiter wolle alles umkrempeln, hätten sich nicht bestätigt. Er habe sich sensibel umgeschaut und zunächst die Menschen kennenlernen wollen, so Engel. Er beschrieb Gerlach als „zielgerichtet, kooperativ“ und jemanden, der Neugier geweckt habe. Eigentlich habe Gerlach gar keine Feier gewollt, aber da sei die Schule anderer Ansicht gewesen, so Engel, der die gute Atmosphäre, bei der Gerlach nie die Sachebene verlassen habe, würdigte. An Neuerungen unter seiner Leitung nannte Engel unter anderem die Neuordnung des Stundenrasters, die montäglichen Informationen des Kollegiums, die Foto-AG oder Sprachreisen für Schüler. „Ich wollte auch nicht, dass sie gehen, aber die Schulaufsicht braucht auch gescheite Leute“, so Landrätin Theresia Riedmaier. Bremen als Geburtsort, Boston und Birkweiler als Stationen seines Lebens – er sei viel herumgekommen. „Er war nie halb und nie lau, er war klar und vollständig. Auch wenn ich anderer Meinung war, konnte ich mich überzeugen lassen“, so Riedmaier. „Er hat nachdrücklich die Interessen der Schule vertreten, es waren konstruktive Gespräche“, war das Lob von Bernhard Gilles, dem Vertreter der ADD. Fair, reflektiert, respektvoll, offen für Neuerungen zu sein und die Eigenschaft, anderen auf charmante Art und Weise den Wind aus den Segeln nehmen zu können, bescheinigten dem scheidenden Schulleiter die Vertreter des Schulelternbeirats und der Schülervertretung. Amüsiert verfolgte dieser die humorvollen Beiträge „seiner“ Lehrer, die unter anderem die ADD „abgehört“ hatten. „Ich habe gerne seinen Rat eingeholt und mich auch gerne außerhalb des Protokolls unterhalten“, so Ludwin Michels, Leiter der Realschule plus, der die erfolgreiche Zusammenarbeit in der gemeinsamen Orientierungsstufe würdigte. „Good bye Gerlach“ sang der Ad-hoc-Lehrerchor, das Streichquartett spielte das Reiterquartett von Joseph Haydn, Andrea Weber und die Band Fofo Tank gaben „Summer Wine“ zum Besten und vor dem gemeinsamen Umtrunk spielte die Jazz-Combo „My one true friend“. (pfn)

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