Kreis Südliche Weinstraße Ortsentwicklung im Blickpunkt

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Der Gemeinderat Maikammer hat einem Antrag aller Fraktionen zugestimmt, der Ortsbürgermeister Karl Schäfer (CDU) dazu verpflichtet, ein Konzept für ein „starkes, lebenswertes und zukunftsfähiges Maikammer 2030“ vorzulegen. Nach einer Kostenschätzung sollen die Mittel im nächsten Haushalt eingestellt werden. Auch die Bürger sollen an der Erarbeitung beteiligt werden.

Trotz laufender Planungen scheint allen Fraktionen eine längerfristige Planung der Ortsentwicklung wichtig zu sein. Dazu bedürfe es zunächst einer Ist-Analyse, die auf den kürzlich erhobenen Daten fußt und schließlich in ein „Leitbild Maikammer 2030“ und ein „Zukunftsprogramm 2030“ münden solle. Wunsch der Kommunalpolitiker ist es, dass die Bürger diese Programme mitgestalten. Das künftige Konzept soll vor allem sechs Punkte behandeln. So soll die bauliche Ortsentwicklung fortgeführt werden. Außerdem soll ein Konzept für zusätzlichen Wohnraum entwickelt werden. Gedacht ist an ein neues Baugebiet, eine leistungsstarke Breitbandanbindung und an eine gute Infrastruktur an Schulen und Kindertagesstätten. Überdies sollen Leerstände im Einzelhandel vermieden und die Ansiedlung von Gewerbe und Dienstleistungen gefördert werden. In einem weiteren Punkt geht es um Tourismus, Kultur, Weinbau, Gastronomie und Hotellerie. Laut Antrag zählt die VG Maikammer mit ihren drei Ortsgemeinden zu den erfolgreichsten Tourismusgemeinden der Pfalz. Da Angelegenheiten des Tourismus aber originäre Aufgaben der Ortsgemeinden seien, müssten diese letztlich auch entscheiden, ob die Beschäftigung mit dem Tourismus vom Verein Südliche Weinstraße weitergeführt werden solle. Wie berichtet, hat die Gemeinde St. Martin jüngst beschlossen, hier eigenständiger werden zu wollen. Und auch in Kirrweiler wird über einen solchen Schritt nachgedacht. Wohl nicht zuletzt deshalb wird in dem Antrag dazu aufgefordert, gemeinschaftliche Vorhaben und Entwicklungen mit den Ortsgemeinden St. Martin und Kirrweiler in die Betrachtung mit einzubeziehen. Sei es doch offensichtlich, dass diese gemeinschaftlichen Handlungsfelder ganzheitlich beleuchtet werden müssten, wolle man für alle drei Gemeinden und deren Bürger den maximalen Nutzen erzielen. (stgi)

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