Kreis Südliche Weinstraße Ort entscheidend mitgeprägt
Es war ein Abend für einen „echten Waldhambacher“: Im Dorfgemeinschaftshaus, seinem zweiten „Wohnzimmer“, wurde der Berufsschullehrer Günter Foltz (62) die Ehrenbürgerwürde verliehen. Langjährige Freunde, Bekannte, Wegbegleiter und natürlich die Familie waren gekommen, um Foltz zu feiern.
Nach Ludwig Schlink und Willi Mandery ist Günter Foltz als ehemaliger Ortsbürgermeister Waldhambachs dritter Ehrenbürger. Ortsbürgermeister Christian Burkhart (CDU) erklärte in seiner Laudatio, die Verleihung sei nicht nur Anerkennung für außergewöhnliche Verdienste, sondern würdige auch die Vorbildfunktion, die von Günter Foltz ausgehe. Der neue Ehrenbürger habe seine Energie darauf verwendet, Waldhambach zu einer lebenswerten und liebenswerten Gemeinde zu machen, der sich auch die Jugend verbunden fühle. Burkhart: „Für alles, was du geleistet hast, gebührt dir der Dank deiner Heimatgemeinde. Mit deinem Tun hast du sie entscheidend mitgeprägt.“ Ein solches Engagement, wie Günter Foltz für Waldhambach und seine Bürger gezeigt habe, lasse sich nicht einfordern. Es basiere auf Freiwilligkeit und dem Willen, Verantwortung zu übernehmen. Günter Foltz war von 2004 bis 2014 Ortsbürgermeister und zuvor ebenfalls zehn Jahre lang erster Ortsbeigeordneter. Von 2009 bis 2014 war ein Mitglied im VG-Rat Annweiler. Foltz war im CDU-Ortsverband und -Gemeindeverband Annweiler engagiert. In seinem vielfältigen Engagement habe sich Günter Foltz schon lange vor seiner Mitgliedschaft im Gemeinderat große Verdienste für die Gemeinde erworben. Burkhart verwies auf die bauliche Weiterentwicklung des Dorfgemeinschaftsraums. „Diese Arbeiten haben zum unverwechselbaren Aussehen des Dorfgemeinschaftshauses geführt.“ Burkhart erinnerte an die 650-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahr 1997, die Pflege der Jumelage mit der elsässischen Partnergemeinde Waldhambach, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, den Breitbandausbau für schnelles Internet und schließlich das Neubaugebiet „Am Semmersberg“. Trotz einer ungünstigen Haushaltssituation der Gemeinde habe es Foltz immer wieder verstanden, Ratsmitglieder dazu zu gewinnen, bei den verschiedenen Projekten mit anzupacken und so der Gemeinde manchen Cent zu sparen. Burkhart erinnerte auch an die Zeit von Foltz als erster Vorsitzender beim TuS Waldhambach – Tennisabteilung. Günter Foltz war gerührt, die Nachricht, dass er Ehrenbürger werden solle, habe ihn verlegen gemacht. „Man könnte fast Respekt vor sich selbst bekommen.“ Zu Ehren komme man aber nie allein. Er habe vieles auch den Menschen zu verdanken, die ihn privat, im Dorf und im Beruf begleitet hätten. Günter Foltz brachte seine Dankesworte schließlich auf den Nenner: „Ich habe nicht mehr als meine Pflicht getan.“ |som