Kreis Südliche Weinstraße „Nicht so viel planen, sondern machen“

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„Wir haben viel erreicht, es ging gut vorwärts“, freut sich der Vorderweidenthaler Ortsbürgermeister Artur Helfer über den ersten Arbeitseinsatz auf dem Gelände unterhalb des Dorfgemeinschaftshauses. Entstehen soll ein Mehrgenerationenplatz auf einer Gesamtfläche von rund 2000 Quadratmetern, der vom Wirtschaftsministerium des Landes mit 67.000 Euro bezuschusst wird.

„Wir dürfen nicht so viel planen, wir müssen was schaffen, dann klappt es“, ist das Fazit von Ratsmitglied Volker Christmann in Anspielung auf die lange Planungsphase. Die Tatsachen scheinen ihm recht zu geben, es herrscht reges Treiben auf der Baustelle. Mit drei privaten Schleppern und teils schwerem Gerät waren am Samstagmorgen 18 Helfer gekommen, um mit anzupacken. Bereits am Tag zuvor hatten acht Helfer ebenfalls mit privaten Fahrzeugen das von der Gemeinde gespendete Holz angefahren, damit die Arbeiten am Samstag zügig vorangehen konnten. In diesem ersten von vier großen Bauabschnitten wurden auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern der bisherige Bolzplatz gefräst, von Steinen und Wurzeln befreit, wieder eingeebnet und der Hang angelegt. Letzteres sei eine schwierige Aktion gewesen, erläutert Landschaftsarchitekt Norbert Schäfer vom Büro Stadt und Natur aus Klingenmünster, der auch die Baustelleneinsätze begleitet. Sogenannte Knüppelstufen aus Robinien wurden angebracht und mussten befestigt werden. Mit von der Partie waren nicht nur Gemeinderäte und der Ortsbürgermeister, sondern auch Bürger. Nicht nur Männer, sondern auch drei Frauen packten mit an und sorgten zudem für die Verpflegung. „Ich finde das Projekt interessant, wenn ich Zeit habe, engagiere ich mich“, sagt Stefan Steigner. „Ich plane drei Bauaktionen pro Jahr, damit es nicht zu viel wird“, so der Architekt, der eine Gesamtbauzeit des Mehrgenerationenplatzes von zwei Jahren für realistisch hält. Das Gute sei – trotz langer Bauzeit –, dass man keine zwei Jahre warten müsse, um den Platz nutzen zu können, sondern dass jeder Bauabschnitt direkt nach der Fertigstellung genutzt werden könne, so Schäfer. In den weiteren Bauabschnitten sind ein Boule-Bereich mit Sitzmöglichkeiten, ein Spielbereich mit unterschiedlichen Elementen und die Umgestaltung des Außengeländes der Kita, das sich oberhalb des Mehrgenerationenplatzes befindet, geplant. In einer Kostenschätzung des Planungsbüros aus dem Jahr 2011 würden sich die Bruttokosten auf rund 220.000 Euro belaufen, wenn die Arbeiten von einer Firma ausgeführt würden. Der vom Wirtschaftsministerium gewährte Zuschuss von 67.000 Euro steht für die Kosten des Planungsbüros und Material zur Verfügung, der Rest muss in Eigenleistung und mit Spenden abgedeckt werden. (pfn)

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