Kreis Südliche Weinstraße Nicht auf Sparflamme

Die Verantwortlichen im Landkreis SÜW sehen sich mit ihrem Bestreben um Profilierung und Aufbau neuer Bildungsgänge auf dem richtigen Weg. Über 1324 (Schuljahr 2012/2013), 1390 (2013/2014) auf 1422 (2014/2015) sprang die Zahl der hiesigen Berufsschüler.
„Unsere Berufsbildende Schule zählt sicherlich landesweit zu den ganz wenigen Einrichtungen, die bei den Schülern Zuwächse zu verzeichnen hat“, geben sich Landrätin Theresia Riedmaier (SPD) und der zuständige Kreisbeigeordnete Bernd E. Lauerbach (FDP) zufrieden mit der Entwicklung. Schulleiter Helmut Schweder stimmt zu. „Das Engagement des Schulträgers bei Investitionen, neuen Medien, Werkstätten und Lehrmitteln hat sich gelohnt.“ Am Standort Annweiler ist ein starker Zuwachs bei der Fachschule Sozialwesen (Erzieherausbildung) zu verzeichnen. Durch den weiteren Ausbau und eine zusätzliche Klasse in der Teilzeitausbildung stieg die Quote um 71 Prozent. Der Rückgang in der Höheren Berufsfachschule Sozialwesen liegt im Verlegen einer Klasse (28 Schüler) an den Standort Bad Bergzabern begründet. Für die Fachschule Altenpflege ist die neue Teilzeitklasse mit zwölf Schülern, die zum 1. Februar eingerichtet wird, nicht erfasst. Am Standort Bad Bergzabern ergibt sich eine Steigerung um sieben Prozent durch Zunahmen im Bereich der Berufsfachschule 1 (insbesondere Holztechnik) und durch eine Verlagerung von Annweiler in die Kurstadt (siehe Annweiler). In Edenkoben hat der Rückgang um 13 Prozent mehrere Gründe. So kam die Berufsfachschule 1 Hauswirtschaft mangels Anmeldungen nicht zustande (minus 24 Schüler). Zum Schuljahr 2015/2016 ist wegen etlicher Abgänge aus der Berufsreifeklasse an der Realschule plus in Edenkoben aber wieder mit einer Klasse zu rechnen. Die Berufsschulklassen für Glaser (minus zwölf Schüler) und die Berufsschulklassen für Elektroniker (Kommunikationstechnik) – minus 44 – wurden an die Berufsschule Kaiserslautern verlegt, und zwar aufgrund einer Entscheidung des Mainzer Ministeriums. Die Einbußen bei der Höheren Berufsfachschule Hotelmanagement (minus 18 Prozent) und bei der Fachschule Hotelmanagement (minus acht Prozent) werden mit üblichen Schwankungen begründet. Ein starkes Plus bei den angehenden Köchen gab es durch die Zuwanderung von jungen Spaniern, die über ein EU-Integrationsprogramm in der Südpfalz gelandet sind. (mik)