Kreis Südliche Weinstraße Neue Technik, geringerer Verbrauch
Die Gemeinde Maikammer plant, die Beleuchtung in wichtigen öffentliche Einrichtungen mit energiesparender LED-Technik auszustatten und so künftig Strom zu sparen. Dazu muss sie aber zuerst rund 200.000 Euro investieren, das meiste davon in die Sporthalle Kalmit.
Allein 145.000 Euro werden Demontage und Entsorgung der alten Beleuchtung sowie Material und Montage der neuen LED-Technik in der Sporthalle kosten. Diese Zahlen lagen dem Ortsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vor, der der Umstellung grundsätzlich zugestimmt hat. Nach Abzug der erwarteten Förderung, die das Bundesumweltministerium für kommunale Projekte zum Klimaschutz gewährt, bleiben rund 96.000 Euro an der Gemeinde hängen. Für die Halle selbst würden dann nur noch 45 Flächenleuchten statt der 180 alten Hallenspiegelleuchten benötigt. Die neue Technik bietet eine deutlich höhere Leistung. In Umkleiden, WCs und Fluren bleibt die Zahl der Leuchten gleich. Die Beleuchtung werde mit einer Steuerung ausgestattet, die auf Tageslicht und Präsenz von Sportlern in der Halle reagiere, und sei damit noch mal effizienter als das alte System, informierte Bürgermeister Karl Schäfer (CDU). Die Förderanträge sollen nach dem Gemeinderatsbeschluss umgehend gestellt werden. Erst wenn die Förderung genehmigt sei, so Schäfer, würden die Arbeiten ausgeschrieben und die Mittel dafür im Haushalt 2017 bereitgestellt. Die gesamten Kosten seien voraussichtlich schon in fünf bis sechs Jahren amortisiert. Denn die alten HQI (Halogen-Metalldampf)-Leuchten verbrauchten 70 Prozent mehr Strom als die neuen. Die in den Jahren 2003/2004 errichtete Halle werde von Schulen und Vereinen intensiv genutzt, sagte Schäfer. Noch älter als die Sporthalle ist das Bürgerhaus. Die Lichttechnik darin entspricht laut Schäfer nicht mehr den heutigen Anforderungen. Sie sei auch energetisch nicht mehr zeitgemäß. Das Angebot einer Firma aus Kirrweiler liege vor, für knapp über 36.000 Euro die gesamte Beleuchtung auf LED-Technik umzurüsten und die Steuerung der Lampen dem Stand der Technik anzupassen. Die Gemeinde hofft auf einen Zuschuss von 30 Prozent. Schäfer informierte außerdem, dass der Auftrag, die Tontechnik im Bürgerhaus zu erneuern, für 13.000 Euro vergeben worden sei. Schließlich und endlich ist geplant, die Flutlichtanlage am Sportplatz umzurüsten. Für die alten Leuchten sei es inzwischen schwer, Ersatz zu bekommen, so Schäfer. Mit LED-Technik könnten nach Berechnungen der Verwaltung über 50 Prozent Strom gespart. Nach einer ersten Kostenschätzung sei mit einem Aufwand von 16.000 bis 20.000 Euro für die Erneuerung und Umstellung auf LED zu rechnen. Auch sollen die Masten auf ihre Standsicherheit überprüft werden, was zusätzlich 2350 Euro kostet. Der Rat hat außerdem zugestimmt, dass die Gebührensätze für das Mieten von Räumen im Bürgerhaus um jeweils fünf Prozent für einheimische wie auch auswärtige Mieter erhöht werden sollen. Das gilt laut Schäfer ab 2017 und nicht für Mietverträge, die bereits abgeschlossen worden sind. Die Mieterhöhung werde voraussichtlich Mehreinnahmen um 1947 Euro bringen, die erwarteten finanziellen Auswirkungen dieses Beschlusses seien also nicht groß. Die Energie- und Unterhaltungskosten für das Bürgerhaus seien angestiegen, begründete Schäfer die Mieterhöhung. |ff