Kreis Südliche Weinstraße Neue Gräben sollen Zerstörungen verhindern
Franz Mayer, der Vorsitzende des Luitpoldturm-Fördervereins Hermersbergerhof, und seine drei Helfer kommen kräftig ins Schwitzen. Sie sanieren die Wege, die zum Luitpoldturm-Aufgang führen. Und das ist derzeit eine „heiße“ Tagesarbeit, auch wenn ein Traktor und ein Bagger die Schwerstarbeit verrichteten.
Nach dem anspruchsvollen Tagwerk des Quartetts können die Besucher den historischen Aussichtsturm wieder zu Fuß erreichen. Wegen der hohen Waldbrandgefahr bleibt der Kamin des Turms verschlossen. „Es liegt mir besonders am Herzen, dass der Luitpoldturm für die nächsten Generationen als historisches, begehbares Denkmal erhalten bleibt“, begründete Franz Mayer sein Engagement. Er wohnt in Sichtweite des Luitpoldturms. Auf seine Initiative hin wurde 2017 ein zweiter Verein, der Luitpoldturm-Förderverein Hermersbergerhof, gegründet, der sich die Pflege rund um den Turm auf die Fahnen geschrieben hat. Dazu gehört die Sanierung des desolaten Weges zum Aussichtsturm. Mayer hatte dessen Zustand mehrmals bei Besprechungen mit dem zuständigen Forstamt Hinterweidenthal moniert. Zwar habe die Forstbehörde erkannt, dass der von starken Regenfällen ausgespülte Wanderweg ausgebessert werden müsse, aber erklärt, dass die finanziellen Mittel fehlen, so Mayer. Auch vom Eigentümer, dem Land Rheinland-Pfalz, kam keine Finanzspritze, betonte Mayer. Um den Zugang zum Luitpoldturm mit seiner einmaligen Aussicht (auf 610 Metern Höhe) wieder gefahrlos zu ermöglichen, sah sich der Verein verpflichtet, hier Abhilfe zu schaffen. Kleine Wegstrecken sind inzwischen sauber geschoben, in den Weg gewachsenes Gebüsch wurde seitlich weggedrückt, erste, frisch ausgehobene Wassereinlaufgräben sind sichtbar. Vereinsmitglied Udo Lang bedient den Traktor, der einen Teil dieser Arbeiten erledigt. Im Führerhaus des Baggers sitzt Förster Simon Wöllhof, der Wassereinlaufgräben anlegt. Der herausgehobene Sand wird teils im Wald verteilt, zum Teil werden die tiefen Gräben und Ausspülungen damit aufgefüllt. Die neu angelegten seitlichen Wassergräben sollen verhindern, dass sich das Wasser bei Sturz- und Starkregen seinen eigenen Weg sucht und die Wege ausspült. Der von Lang bediente Traktor hat nicht nur eine Schaufel, er hat auch ein Schild, das zur Einebnung eingesetzt werden kann. So werden bei brütender Hitze rund zehn Kubikmeter Erdreich bewegt, wie Udo Lang informiert. Rund 300 Meter Waldweg werden dabei für Wanderer und Radfahrer wieder hergerichtet. Bezüglich der Aufnahme des Turmes als Liegenschaft in den Bestand der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz-BSA (Burgen, Schlösser, Altertümer) bleibt Mayer „am Ball“.