Kreis Südliche Weinstraße Nein zu Parkbuchten in Hauptstraße

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Fast 70 Prozent der 92 anonym befragten Anwohner in der mittleren Hauptstraße in Schweighofen sind gegen versetzte Parkbuchten. „Dieses klare Votum nehmen wir ernst“, sagte Ortsbürgermeister Rüdiger Jacobsen bei der Ratssitzung am Dienstag. Das Gremium sprach sich dann auch einstimmig gegen das alternierende Parken in der Hauptstraße aus.

„Der hohe Strom der Rückmeldungen von 100 Prozent hat mich am meisten überrascht“, sagte der Ortschef, „ich bin sehr stolz auf meine Bürger.“ Laut Ratsbeschluss vom Februar durften die Bürger per Umfrage mitentscheiden, ob man den Rasern durch versetzte Parkbuchten Einhalt gebieten solle. Probeweise sollten in dem am stärksten betroffenen Kernbereich, von der Einmündung Gartenstraße bis zur Einmündung Schulstraße, zwölf alternierende Parkbuchten installiert werden. Dazu hatten die Experten des Landesbetriebs Mobilität in Speyer und der VG-Verwaltung Bad Bergzabern nach einer Begehung geraten, nachdem auf der Hauptstraße weder Tempo 30 noch Zebrastreifen oder Fahrbahnteiler möglich sind. Die anonyme Befragung der Anwohner über das alternierende Parken als Mittel der Raserbremse sah der Rat „als fair und demokratisch“ an. Laut Ergebnis dieser Umfrage votierten 69,6 Prozent gegen die Maßnahme, 28,2 Prozent waren dafür und 2,2 Prozent blieben ohne Meinung dazu. „Das Votum, das wir ernst nehmen“, kommentierte der Bürgermeister, auch, wenn damit eine machbare Lösung vom Tisch sei. Unabhängig davon will Jacobsen aber weiter nach anderen Möglichkeiten suchen, um Raser zu bremsen, kündigte er an. So seien etwa am westlichen, dem breiteren Ortseingang Maßnahmen denkbar. Weiter beschloss das Gremium einstimmig, die Arbeiten zur Umstellung auf LED-Technik der Firma Schuch zum Angebotspreis von 19.081 Euro zu erteilen. Nach kurzer Diskussion fiel die Entscheidung für die preisgünstigere Umrüstungsvariante, die Finanzierung ist gesichert. Gut gehe es mit der Sanierung der Kulturhalle voran, informierte Jacobsen. Er nannte noch anstehende Maler-, Dämm-, Fassaden-, und Treppenarbeiten sowie kleinere Installationen und dankte dem Kulturring für die Finanzierung der Spülstation im Getränkelager. Das Gröbste sei gemacht, nun fielen eher kleinere Aktionen mit je drei bis vier Helfern an. In seinem Rückblick auf ein knappes Jahr nannte er die Kulturhallensanierung (die noch vor den Ferien abgeschlossen sein soll), und die Breitbandverkabelung fürs schnelle Internet (bis spätestens Ende August), als die zwei großen Vorhaben im Ort. Gefolgt von der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED und dem Plan für das Projekt Altes Schulhaus als „eine Art Dorfentwicklung 2025“. Mit Hinblick auf die demografische Entwicklung, Leerstände im Dorf, touristische Aspekte wie das Thema Radwege (Besucherlenkungsprojekt Bienwald) und anderes mehr. (hima)

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