Kreis Südliche Weinstraße „Nah bei den Schülern sein“

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Bad Bergzabern. Seit Anfang des Jahres hat das Gymnasium am Alfred-Grosser-Schulzentrum einen neuen Schulleiter. Peter – genannt Pete – Allmann übernahm die Geschäfte mitten im Abi-Stress, war gleich involviert und hatte so automatisch seine Bewährungsprobe. Jetzt, ungefähr 100 Tage nach seinem Amtsantritt, fragt Vera Allmann-Stübinger nach seinen ersten Eindrücken.

Herr Allmann, wie haben Sie sich in der neuen Schulumgebung eingelebt?

Danke, sehr gut! Ich kannte ja die Schule schon als Schüler. Ich war überrascht, wie toll das Schulgebäude nun aussieht. Ein tolles Ambiente. Und – ich wurde wirklich toll und warmherzig empfangen. Ein guter Start. Was hat sich verändert? Also, als ich zum ersten Mal nach langen Jahren den Fuß wieder über diese Schwelle setzte, hatte ich sofort den Geruch von früher in der Nase. So eine Mischung von allem. Reine Déjà-vu-Erlebnisse. Mein erster Gedanke flitzte sofort zurück in meine Schulzeit – und ich musste unwillkürlich lächeln. Ihr Büro haben Sie sich ja schon fast fertig eingerichtet. Es überwiegen helle Töne. Die Farbe orange ist federführend. Warum? Ich fühle mich so am wohlsten. Auch die Kerze auf dem Tisch ist wichtig. Bei jedem Treffen, egal ob mit Schülern, Lehrern oder Eltern, soll sie brennen. Wie kam es eigentlich zu ihrer Bewerbung nach Bad Bergzabern? Auf einfache, ganz normale Weise. Im Amtsblatt wurde die Stelle ausgeschrieben. Als ich die Annonce gelesen habe, musste ich schmunzeln und dachte: nicht schlecht! Es schließt sich für mich sozusagen ein Kreis. Natürlich haben die politischen Ebenen und die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Neustadt über das Endgültige entschieden. Sie waren zweiter Schulleiter am Pamina-Gymnasium in Herxheim und Schulleiter der Integrierten Gesamtschule Rheinzabern. Der neue Job ist nun wieder an einem Gymnasium, als Schulleiter am Alfred-Grosser-Schulzentrum in Bad Bergzabern. Warum dieser Schnitt ? Egal, an was für einer Schule ich bis jetzt gearbeitet habe, meine Prämisse ist es, nah bei den Schülern beziehungsweise bei den Menschen zu sein. Die Begegnung und das Gespräch mir sehr wichtig. Was für Pläne und Ziele haben Sie als Schulleiter für Ihre neue Schule? Klar, hab ich Ziele. Aber im Moment heißt es immer noch ankommen. Ich informiere mich über die Schulstunden. Habe eine siebte Klasse in Englisch übernommen. Oder so, wie ich es schon in der Schülerzeitung gesagt habe: Diese hoch entwickelte Schule braucht keinen Raderfinder, sondern einen Raddreher. Ist Ihnen der Abschied bei der IGS Rheinzabern, die Sie ja mit aufgebaut haben, schwer gefallen? Ja, das ist er. Sehr schwer sogar, aber ich hatte das Gefühl, nun loslassen zu müssen. Wie ein Vater, der seinen Sprösslingen die Freiheit lässt, sich selbst zu erfahren. Wie würden Sie sich selbst charakterisieren? Als offene Person. Ich mag die Musik und die Gespräche. Aber ich bin manchmal auch etwas ungeduldig, da ich noch so viele Ideen im Kopf habe.

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