Landau / SÜW
Nach Stellenwechsel mehr Stadionbesuche
Die Immobiliensituation in Trier sei ebenso angespannt wie in der Pfalz, weiß Anna-Carina Hagenkötter. Deshalb sei sie froh, nicht nach einer neuen Wohnung suchen zu müssen. Sie wird nämlich zu ihrem Lebensgefährten ziehen. Nach der langen Zeit der Fernbeziehung wird das Paar nun einen anderen Alltag haben als bisher – und die Landauerin neue berufliche Kollegen und Herausforderungen als in der Heimat. Weg von Südpfälzer Sehenswürdigkeiten wie das Deutsche Weintor in Schweigen, hin zur Porta Nigra.
Aufgewachsen in Heuchelheim-Klingen, beginnt für Hagenkötter mit ihrem Umzug ein neuer Lebensabschnitt. 15 Jahre lang war sie in der Kreisverwaltung SÜW tätig. Nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten durchlief sie verschiedene Abteilungen im Haus, war unter anderem in der Schulabteilung tätig. Als ihr vor fünf Jahren eine Stelle in der Pressestelle angeboten wurde, sagte sie zu.
Schöffin und Showtänzerin
Und gleich zu Beginn bekam sie mit, welche Herausforderungen mit dem neuen Posten verbunden sind. Es war die Zeit, in der eine Tierärztin aus Bornheim auf der Anklagebank saß. Sie wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, weil sie Tiere nicht artgerecht behandelt hatte. Der Fall machte damals bundesweit Schlagzeilen, sodass Hagenkötter und ihre Kollegen in der Kreuzmühle von Anfragen überhäuft wurden.
Wobei Hagenkötter mit juristischen Themen vertraut ist. Sie war seit 2019 Schöffin am Landgericht Landau. Dabei bekam sie unter anderem mit, was passieren kann, dass Menschen auf die schiefe Bahn geraten. Auf dieses Amt muss sie nun ebenso verzichten wie auf ihr Engagement bei den Purzelhasen, dem Billigheimer-Ingenheimer Carneval Club, für den sie in der Showtanzgruppe mitwirkte.
Wechsel zur Genehmigungsbehörde
Künftig wird die Landauerin weniger Telefonate mit Medienvertretern führen. Sie wird bei einer Regionalstelle der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord ihr Büro beziehen. Dann werden Fragen rund um zur Wasserwirtschaft den Schwerpunkt ihres Jobs bilden. Für sie seit die Zeit gekommen, neue berufliche Herausforderungen zu sammeln, sagt Hagenkötter. Zumal sie dadurch mehr Zeit mit ihrem Freund Alan Stulin verbringen kann.
Ihr Lebensgefährte ist vertraglich an einem Verein gebunden. Nach Stationen beim früheren Bundesligisten Alemannia Aachen und den jetzigen Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern schnürt der 32-Jährige aktuell für den FC UNA Strassen die Fußballschuhe. Der Verein ist in der höchsten Spielklasse in Luxemburg vertreten. Durch den Umzug werde sie häufiger in den Stadien zu sehen sein, sagt seine Freundin.
Verstärkung für Pressearbeit
Dass Hagenkötter Kreissprecherin wurde, hat auch mit Carolin Straub zu tun. Sie hatte deren Stelle eingenommen, als sie in Elternzeit ging. Später teilten sie sich ein Büro. Diese Verbindung ist deshalb interessant, weil auch Straub selbst zum 1. Oktober nach fast zehn Jahren die Verwaltung verlässt. Im Gegensatz zu Hagenkötter bleibt die 39-Jährige in ihrer Heimat, konkret in Knöringen. Und kann sich damit auch weiterhin bei der örtlichen Feuerwehr engagieren, mit der sie seit Kindesbeinen verbunden ist.
Straub wechselt zu APL nach Landau, wird daher künftig in der Automobilbranche tätig sein. Besonders in Erinnerung bleiben ihr aus der Zeit in der Verwaltung der Brand der Flüchtlingsunterkunft in Herxheim, der sich im Jahr 2015 ereignete. Straub hatte damals schon ausreichend Erfahrung: sowohl in der Branche als auch speziell in der Verwaltung. Sie kommt aus dem journalistischen Bereich, sie hat Medien- und Kommunikationswissenschaften und Germanistik an der Universität Mannheim studiert und ein Volontariat bei Antenne Landau durchlaufen. Sie war bereits in der Mannheimer Stadtverwaltung tätig, bevor sie als erste Externe, also ohne Verwaltungslaufbahn, den Posten im Landauer Kreishaus übernahm.
Für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises werden künftig Marina Mandery und die frühere RHEINPFALZ-Redakteurin Jennifer Back zuständig sein.