Kreis Südliche Weinstraße Mitmachen ist angesagt

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Die Gemeinde am Deutschen Weintor ist ein touristischer Schwerpunkt im Kreis Südliche Weinstraße. Die Bürger an der Gestaltung und damit an der Zukunft der Gemeinde aktiv zu beteiligen, ist das Ziel der Dorfmoderation, die der Gemeinderat im März einstimmig beschlossen hat. Eine Förderung für die Moderation, die 15.000 Euro kostet, über 12.000 Euro wurde bewilligt, den Rest trägt die Gemeinde. Mit der Moderation wurde das Beratungsbüro für Bürgerbeteiligung Kobra in Landau beauftragt, das die Bürger ein Jahr lang begleiten wird. Rund 60 Moderationen habe das Büro seit seiner Gründung 2001 koordiniert, sechs davon in der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, informiert der Mitbegründer von Kobra, Peter Dell. „Jetzt haben die Bürger die Chance, an der Entwicklung ihrer Gemeinde mitzuwirken und es passiert immer etwas“, ist seine Erfahrung. In Schweigen-Rechtenbach wird der 38-jährige Sozialpädagoge Tobias Baumgärtner die Dorfmoderation begleiten. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ erklärt er den Ablauf. „In der Auftaktveranstaltung werden zunächst Ideen, Anregungen und Kritik in der großen Runde gesammelt und in Themenschwerpunkte gegliedert.“ In der Regel kristallisierten sich drei bis maximal vier Schwerpunkte heraus, zu denen jeweils Arbeitskreise gegründet würden. Geplant ist zusätzlich ein Jugendforum, Dorfspaziergänge mit den Kindern, um deren Wünsche kennenzulernen, und Treffen und Gespräche mit einzelnen Zielgruppen wie Vereinen oder Winzern. In rund einem Jahr wird es eine Prioritätenliste der Projekte geben, die in der Abschlussveranstaltung vorgestellt werden. „Nutzen Sie die Dorfmoderation als Plattform für Ihre Anliegen und als Chance, sich aktiv an der Planung und Gestaltung unserer Gemeinde zu beteiligen“, ist der Appell von Dieter Geisser. Um alle Bürger zu erreichen, werden Infoblätter an alle Haushalte verteilt, Plakate weisen auf die Auftaktveranstaltung hin. „Ich will aus der professionellen Beratung das Optimale machen, jeder Bürger soll sagen, was ihm wichtig ist“, hat sich Geisser vorgenommen. „Der Einsatz der Bürger ist das wichtigste Kapital einer Gemeinde. Wir als Beratungsbüro gehen offen an die Themen heran“, so Moderator Tobias Baumgärtner. Schweigen-Rechtenbach habe auch über die Grenzen hinweg einen klangvollen Namen, aber es gelte auch, am Stand der Dinge zu arbeiten. „Oft geht es um viele kleine Themen, die ohne großen finanziellen Einsatz umgesetzt werden können“, weiß Baumgärtner. Termine Die Auftaktveranstaltung ist am Donnerstag, 12. November, um 19 Uhr im Bürgerhaus, die Sitzungen der noch zu gründenden Arbeitsgruppen sind bereits terminiert: am 19. und 26. November sowie am 9. Dezember, jeweils 19 Uhr. (pfn)

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