Kreis Südliche Weinstraße Mit Pauken und Trompeten

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Von wegen tumbes Humbtata: Neun Abordnungen haben es zum 60. Geburtstag des Fanfarenzuges Bad Bergzabern gestern Nachmittag mit Stil und musikalischer Disziplin geschafft, die Kurstadt archaisch, aber stilvoll zu unterhalten.

Ein eindrucksvolles, buntes Bild boten die insgesamt neun Fanfarenzüge, die zum Sektionstreffen in die Kurstadt gekommen waren. Rund 150 Musiker zogen in ihren Landsknechtsuniformen durch die Innenstadt und gaben anschließend auf der Schlosstreppe ein Standkonzert. Umrahmt von vielen Gästen bildeten die Standartenträger, die Fahnenträger, die Bläser und die Trommler aller Züge jeweils eine Gruppe. Blau-orange, schwarz-weiß, grün-schwarz, mit oder ohne Marketenderinnen zogen die Gruppen schon beim Zug durch die Stadt die Aufmerksamkeit auf sich. Unter der Leitung von Sektionsführerin Kirsten Henky aus Nußdorf wurden unter anderem der Sektionsmarsch der Sektion West, der Dortmunder Fanfarenmarsch und der Marsch „A priori“ zu Gehör gebracht. Bodenständigkeit und Tradition und viel Freude und Kameradschaft seien die Wegbegleiter des Fanfarenzuges Bad Bergzabern, so der Erste Vorstand Dieter Spies. „Aber auch der eine oder andere Rückschlag hat unseren Weg begleitet“, so Spies. Die höchste Verpflichtung sei es, die Tradition weiterzugeben. „Ich bin mir sicher, einer der kleinsten Vereine hat heute ganz großes Kino gezeigt.“ „Ich sehe keine Gefahr für die Zukunft der Fanfarenzüge“, war die Gewissheit von Sozialminister Alexander Schweitzer angesichts des „herrlich bunten Bildes“. „Es ist ein Bild, dass man nicht alle Tage sieht, da kann man sehen, was aus einer Wette werden kann“, so Bürgermeister Hermann Bohrer in Anspielung auf das Jahr 1954, in dem der Fanfarenzug Bad Bergzabern aus einer Wette heraus entstanden war. Stellvertretend für alle dankte er dem zweiten Vorstand und Zugführer Karl-Heinz Hirth, der dem Zug seit 47 Jahren angehört. „Der Fanfarenzug gehört zu unserer Heimat und ist ein belebendes Element in der Stadt“, lobte Stadtbürgermeister Harald Bratz. Ein Grußwort sprach auch Thomas Palatschek, Präsident des Verbandes Südwestdeutscher Fanfarenzüge, dem Bad Bergzabern angehört. (pfn)

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