Kreis Südliche Weinstraße Mehrheit will Umgehungsstraße

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Die überwältigende Mehrheit der Bürger in Oberhausen will eine Umgehungsstraße, Tempo 30 innerorts und ein Lkw-Nachtfahrverbot. Das ist das Ergebnis einer Einwohnerbefragung, die die Gemeinde in allen Haushalten verteilt hat. Der Gemeinderat beschäftigt sich seit Langem damit, dass zu viele Fahrzeuge in der engen Hauptstraße, der B 427, zu schnell fahren.

Die Fragebögen gingen an alle der rund 480 Bürger in Oberhausen, Rückmeldungen kamen von 182 Bewohnern aller Straßen in der Gemeinde, die meisten von Bewohnern, die ihre Häuser an der B 427, der Oberen und Unteren Hauptstraße, haben. Diese ist als Durchfahrtstraße vielbefahren, an einigen Stellen hat sie nur einen schmalen oder gar keinen Bürgersteig. Gemeinderat Andreas Clödy hat das eindeutige Ergebnis in der jüngsten Sitzung dem Gemeinderat vorgestellt. „Die Einwohnerbefragung war der Vorschlag eines Bürgers in der Einwohnerversammlung im März“, so Clödy, der das von ihm auch grafisch aufbereitete Ergebnis der RHEINPFALZ erläuterte. Wollen Sie eine Verlegung der Bundesstraße als Umgehungsstraße?, lautete eine Frage. Dazu sagen 84 Prozent (154) der Bürger ja. „Wenn man nur die Rückmeldungen der Anlieger der Bundesstraße nimmt, sind es 91 Prozent“, sagt Clödy. Pläne für eine Umgehung Oberhausens gebe es, das Vorhaben sei allerdings nicht im Bundesverkehrswegeplan. 72 Prozent (132) der Bürger haben sich in der Umfrage für Tempo 30 auf der B 427 innerorts ausgesprochen. 88 Prozent (160) wollen ein Nachtfahrtverbot für Lastkraftwagen, wie es in Bad Bergzabern besteht. Auf die vierte Frage, ob die Bürger bereit wären, für diese Belange initiativ zu werden, antworteten 31 Prozent, das sind 56 Bürger, mit ja, 32 Prozent (59 Bürger) mit nein. „Als nächsten Schritt sollen die Bürger zu einem Abend eingeladen werden, um Maßnahmen zum Erreichen dieser Ziele zu besprechen“, kündigt Clödy im Gespräch mit der RHEINPFALZ an. Dann könne auch das Ergebnis der im Juli dieses Jahres vom Landesbetrieb Mobilität organisierten Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessung vorgestellt werden, das derzeit noch nicht bekannt sei. Beschlossen wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, dass die Beiträge zum Bau und zur Unterhaltung von Wirtschaftswegen nicht erhöht werden. Für Äcker, Wiesen und Weinberge wird jeweils ein Beitrag von 20 Euro pro Hektar erhoben. Beiträge für Wald, die in der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern erstmals erhoben werden, fallen in Oberhausen nicht an, da es in der Gemeinde keinen Wald gibt. (pfn)

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