Kreis Südliche Weinstraße Mehr Spaß für Kinder

In Rinnthal gibt es zwei Kinderspielplätze. Damit diese auch in Zukunft für den Nachwuchs interessant bleiben, beschloss der Gemeinderat am Mittwoch die Anschaffung neuer Spielgeräte. Auf dem Platz im „Tal der Generationen“ wird ein „Kletterwald“ aufgebaut. Der Parcours soll sich der Umgebung im Generationental anpassen und wird deshalb aus gezielt krumm gewachsenem Robinien-Holz gefertigt.
Es handelt sich um ein Unikat, welches eine Fläche von rund 14 mal zwölf Metern einnimmt und vor Ort bearbeitet und aufgebaut wird. Dazu kommt noch der für den nötigen Fallschutz bereitzustellende Raum. Der Parcours ist für Kinder ab vier Jahren gedacht. Am Spielplatz Bergstraße wird ein Sandzugturm aufgebaut, ein Gerät, bei dem die Kinder Sand, der auf dem Boden ausgebracht wird, mittels Seilzug in die Höhe transportieren. Wenn der Sand oben angelangt ist, wird er in ein Rohr gekippt und landet dann wieder auf dem Boden. Hier können sich auch schon kleinere Kinder vergnügen. Auch für dieses Gerät wird Naturholz favorisiert. Es lagen verschiedene Angebote der Firmen Spielart aus Laucha in Thüringen und von Seibel Spielplatzgeräte aus Hinterweidenthal vor. Der Kletterwald würde zirka 17.000 Euro kosten, der Sandzugturm etwa 5000 bis 7500 Euro, je nach Modellvariation. Günter Semmelsberger, zuständiger Sachbearbeiter bei der Verbandsgemeinde Annweiler, wird nun noch einmal prüfen, ob eine Firma beide Geräte liefern kann und sich durch die eventuelle Vergabe im Paket Kosten sparen lassen. „Die Finanzierung ist aber in jedem Fall gesichert“, sagte Ortsbürgermeister Heinz Hertel (parteilos). Der Ortsgemeinderat entschied einstimmig, für beide Vorhaben zusammen im Haushalt 20.000 zu veranschlagen. Sollten die Kosten höher ausfallen, könne man immer noch reagieren. Beschlossen wurde die Sanierung von Wirtschaftswegen. So ist der Römerweg durch mehrere Starkregenereignisse ebenso stark in Mitleidenschaft gezogen wie der Dörrentalweg. Revierförster Karlheinz Bosch sprach sich für eine schnellstmögliche Aufnahme der Arbeiten aus, da die Situation sich sonst noch weiter verschärfen könnte und die Wege dann unpassierbar würden. Für den Römerweg rechnet Bosch mit Kosten von 6000 bis 8000 Euro, im Dörrental sind 5000 bis 6000 Euro aufzuwenden. Bei rund 170 Kilometer Wegen und Pfaden, die auf Rinnthaler Gemarkung liegen, sei es sehr zeit- und kostenintensiv diese immer wieder in guten Zustand zu bringen erklärte Heinz Hertel. Die notwendigen Malerarbeiten an den Buswartehäuschen am Kindergarten und am Heinz-Haber-Platz wurden zum Angebotspreis von 1666 Euro an die Firma Manfred Hübl aus Annweiler vergeben.