Kreis Südliche Weinstraße Mehr Natur fürs Dorf

Placeholder-Image

Ein Arbeitskreis „Artenschutz in der Gemeinde“ soll für blühende Landschaften in Böbingen sorgen. Dies war Thema der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend.

„Ziel soll es in jedem Fall sein, mehr Natur ins Dorf zu bringen“, sagte Ortsbürgermeister Stefan Renner (parteilos). Zwar habe man den Begriff „Artenschutz“ gewählt, doch sei dies nur ein Teilbereich. Vor allem geht es darum, mehr Grün, beispielsweise in Form von Blumenwiesen, in den Ort zu bringen. Auch auf Bauplätzen, die derzeit noch nicht bebaut werden. Hierüber müsse man natürlich mit den Eigentümern reden. Denkbar sind auch sogenannte „Lerchenfenster“. Dies sind ganz bewusst angelegte Fehlstellen in landwirtschaftlichen Nutzflächen, auf denen die heimische Feldlerche Lande- und Brutplätze sowie genügend Futter vorfinden kann. Wolfgang Staudt (parteilos) sprach den immer mehr zurückgehenden Bestand an Ziervögeln und Kleintieren an. Beigeordneter Michael Vogel (parteilos), der sich bereits in der Sache engagiert, merkte allerdings an, das es sicherlich nicht die Hauptaufgabe der Gemeinde sein könne, Artenschutz zu betreiben. Uwe Gödelmann (parteilos) meinte aber, mit einem gewissen Geldbetrag seitens der Gemeinde bekäme die ganze Sache einen Anschub. Er plädierte für einen Arbeitskreis, dem Mitglieder des Gemeinderates, Landwirte, Vogelkundler oder sonstige Naturinteressierte angehören sollten. Beabsichtigt ist auch eine Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden. Mit den Ratsmitgliedern Michael Vogel und Gerhard Staub, sowie den Bürgern Dieter Renner und Dieter Vogel gibt es schon erste Kandidaten, die sich einbringen wollen. Erste Beigeordnete Birgit Gatto (parteilos) regte an, von der Verbandsgemeinde Edenkoben prüfen zu lassen, ob es eventuell Zuschüsse gibt. Gemeinderatsmitglied Martin Wolf (parteilos) schlug vor, schon im eigenen Haus für Naturschutz Sorge zu tragen.

x