Kreis Südliche Weinstraße Maxx-Ticket: Kinder protestieren heute im Kreistag

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Wie einige andere Gemeinden an der Südlichen Weinstraße rüsten sich auch Pleisweiler-Oberhofen und Kapellen-Drusweiler gemeinsam zum Protest gegen die Streichung der Zuzahlung für die Busfahrkarte „Maxx-Ticket“ durch den Landkreis. Sie wollen bei der heutigen Kreistagssitzung in Herxheim protestieren. Es geht pro Buskind um einige Hundert Euro im Jahr.

Protestplakate wurden am Freitag im Rathaus in Pleisweiler gefertigt, um bei der heutigen Kreistagssitzung ein Zeichen zu setzen. Zudem: Für kommenden Donnerstag ist eine Demonstration auf der Strecke zwischen Kapellen-Drusweiler und BZA geplant. Wie mehrfach berichtet, wird Schülern – in diesen beiden Gemeinden sind es alleine 98 – die Busfahrkarte nicht mehr bezahlt, wenn der Schulweg kürzer als vier Kilometer und nicht besonders gefährlich ist. Kreisweit sind weit über 500 Schüler betroffen. Kinder, die weiter weg wohnen, bekommen es weiterhin finanziert. Die Kinder aus Pleisweiler-Oberhofen und Kapellen-Drusweiler besuchen das Alfred-Grosser-Schulzentrum in Bad Bergzabern. Ortsbürgermeister Roland Gruschinski (CDU) aus Pleisweiler-Oberhofen ärgert sich gleich aus zwei Gründen. Er sei als Ortschef nicht informiert worden und als Vater dreier Kinder auch persönlich betroffen, so Gruschinski im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Zudem teilt er die Einschätzung des Kreises nicht, die dem Schulweg „keine besondere Gefährlichkeit“ attestiert hat. „Unsere zwölfjährigen Zwillinge lassen wir nicht allein zur Bushaltestelle gehen“, so Gruschinski. Zudem kann er sich nicht vorstellen, wie Kinder mit Ranzen, Turnbeutel und mit Instrumenten die Strecke nach Bad Bergzabern zu Fuß bewältigen sollen. Das Ziel des Protestes sei, dass der Kreistag von seinem Vorhaben ablässt, kein Maxx-Ticket für Schüler zu bezahlen, sagt Gruschinski nicht nur als Vater. Als Ortsbürgermeister fürchtet er um die Attraktivität der Gemeinde. „Wir haben gerade die Kita für 300.000 Euro renoviert, da könnten sich Eltern dann überlegen, ob sie hierherziehen oder wieder wegziehen, wenn die Busfahrkarte in anderen Gemeinden bezahlt wird“, ist seine Überlegung. (pfn)

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