Kreis Südliche Weinstraße RHEINPFALZ Plus Artikel Maikammer: Millionen fließen in den Ort

Wohlhabendes Maikammer – im Vordergrund der neu gemachte Sportplatz.
Wohlhabendes Maikammer – im Vordergrund der neu gemachte Sportplatz. Foto: Mehn

Dank steigender Steuereinnahmen kann die Gemeinde Maikammer sparen und Schulden abbauen. Der Etat 2020 weise die höchste Steuerkraft in der Geschichte des Ortes auf, sagt Bürgermeister Karl Schäfer. Mehrere Großprojekte sind geplant.

Maikammer wird in diesem Jahr über zwei Millionen Euro auf die hohe Kante legen können. Im Ergebnishaushalt, der auch die Abschreibungen berücksichtigt, ist ein Überschuss in Höhe von knapp 2,4 Millionen Euro vorgesehen. Im Finanzhaushalt, in dem Ein- und Auszahlungen dokumentiert werden, ist eine freie Finanzspitze in Höhe von 2,5 Millionen Euro eingeplant. Möglich ist das durch die Entwicklung der Steuerkraft. „Der Etat 2020 ist geprägt von der höchsten Steuerkraft in der Geschichte unserer Ortsgemeinde“, sagt Ortsbürgermeister Karl Schäfer (CDU) der RHEINPFALZ.

Geplant sind Investitionen in Höhe von 5,4 Millionen Euro, gleichzeitig sollen die Schulden weiter abgebaut und die Rücklagen erhöht werden. Die großen Vorhaben sind das Neubaugebiet Eulbusch III sowie die Sanierung des Marktplatzes und der Ausbau der Marktstraße. Darüber hinaus will die Gemeinde in den barrierefreien Umbau der Bushaltestellen am Frantzplatz und in der Weinstraße Nord, in den barrierefreien Ausbau des Büros für Tourismus und in ein barrierefreies Fußwegeleitsystem investieren.

Steuereinnahmen auf Rekordniveau

Die Steuerkraft ist weiter gestiegen und erreicht einen Höchstwert von knapp 5,1 Millionen Euro. Das geht vor allem auf den erhöhten Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer zurück, der im Haushaltsplan mit 2,8 Millionen Euro angegeben ist. Aus allen Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen in Höhe von 5,4 Millionen Euro bleiben der Ortsgemeinde nach Abzug der Umlagen 1,4 Millionen Euro. „Die Eckdaten des Haushalts spiegeln die nach wie vor gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung wider“, sagt Schäfer.

Gestiegen sind aber auch die Personalkosten. Sie liegen dem Haushaltsentwurf zufolge jetzt bei 981.000 Euro (2019: 935.000 Euro). Die Ausgaben für Sach- und Dienstleistungen sind ebenfalls leicht gestiegen, 1,4 Millionen Euro sind dafür eingestellt. Enthalten sind darin allgemeine Unterhaltungskosten, etwa für Gebäude und Grundstücke. Zu Buche schlägt unter anderem die Unterhaltung der Spielplätze (20.000 Euro), der Grünflächen (53.000 Euro), der Wirtschaftswege (30.000 Euro) und des Friedhofs (42.000 Euro). Seit 2019 gibt es laut Schäfer auch eine Haushaltsstelle „Artenvielfalt“ (15.000 Euro). Neu eingestellt sei Geld für die Erstellung eines Klimaschutzkonzepts.

Die Schulden werden weiter abgebaut und sollen Ende 2020 bei 1,74 Millionen Euro liegen. Rein vom Volumen her könnte die Ortsgemeinde diese auf einmal tilgen und hätte danach immer noch ein Finanzpolster übrig.

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