Kreis Südliche Weinstraße Licht am Ende des Tunnels
„Wir profitieren von der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der hohen Beschäftigung“, erläutert Riedmaier. Beim Blick in die jüngere Vergangenheit versteht man, warum die Landrätin zuversichtlich in die Zukunft schaut. 2013 betrug der Jahresfehlbetrag 12,129 Millionen Euro, 2014 waren es 11,095 Millionen und 2015 sind voraussichtlich 7,115 Millionen. Die Steuerkraft im Landkreis ist um rund 6,7 Prozent gestiegen, von 87,18 Millionen auf 93,06 Millionen Euro. Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen von über 156 Millionen Euro. Die Einnahmen aus der Kreisumlage steigen im Vergleich zum Haushalt 2015 um 2,635 Millionen auf 46,344 Millionen Euro und das, obwohl der Kreisumlagesatz nicht erhöht wird, sondern bei 43,85 Prozent bleibt. Ein Kreisumlagepunkt beträgt im kommenden Jahr voraussichtlich 1,057 Millionen Euro, in diesem Jahr sind 997.000 Euro. Auch dies eine Folge des höheren Steueraufkommens. „Alle unsere Schulen sind auf einem sehr guten Stand“, betont die Landrätin, „bis auf zwei.“ Und diese beiden – gemeint sind das Pamina-Schulzentrum in Herxheim und das Alfred-Grosser-Schulzentrum in Bad Bergzabern – sollen 2016 auf den neuesten Stand gebracht werden. Wobei auch in den vergangenen Jahren schon viel Geld in beide Schulzentren gesteckt wurde, es geht nun nur noch um einzelne Gebäude. Im Pamina-Schulzentrum steht die energetische Sanierung des Mittelstufengebäudes auf dem Programm, was rund 2,84 Millionen Euro kosten wird. Im Alfred-Grosser-Schulzentrum wird für 1,7 Millionen das Gebäude der Realschule plus saniert. Der Kreis investiert also in beide Schulen zusammen 4,54 Million, erwartet werden dafür Zuschüsse von Bund und Land in Höhe von zusammen 3,69 Millionen. Für 200.000 Euro erhält das „Kompetenzzentrum Gastronomie“ an der BBS Edenkoben eine neue Küche. „Wir haben uns für den Einbau einer Profiküche entschieden anstatt einer kleinen Sanierung, die uns auch 80.000 Euro gekostet hätte“, so Riedmaier. Sie begründet die Entscheidung damit, dass der Kreis nunmal beschlossen habe, den Schwerpunkt auf Gastronomie zu legen. Im kommenden Jahr sollen auch Umbau und Sanierung des Gesundheitsamtsgebäudes in Angriff genommen werden. Als Anlaufkosten sind im Haushalt 300.000 Euro eingeplant. Der Umbau soll dann im Jahr 2017 beginnen. „Geplant ist, Arbeitsplätze aus dem Kreishaus ins Gesundheitsamt auszulagern“, sagt die Landrätin. Im Kreishaus sei es ein wenig beengt, deshalb sollen die Mitarbeiter des Sozialamts ins benachbarte Gesundheitsamt umziehen. Jeder, der schon einmal einen Termin bei der Kreisverwaltung oder der Kfz-Zulassungsstelle hatte, weiß, wie schwer es manchmal ist, dort einen Parkplatz zu finden. Das Problem soll nun mit der Erweiterung des Parkplatzes West behoben werden. 47 zusätzliche Parkplätze werden auf der anderen Straßenseite, gegenüber dem Kreishaus, geschaffen. Die Kosten liegen bei rund 130.000 Euro. In Bad Bergzaberns Stadtteil Blankenborn warten die Bürger schon lange auf den Ausbau der Kreisstraße 12. Im kommenden Jahr ist es soweit, rund 800.000 Euro werden investiert. „Das Ganze ist nicht so einfach, weil wir für die Zeit des Ausbaus eine Ersatzstraße durch den Wald anlegen müssen“, erklärt Theresia Riedmaier. Gebaut wird voraussichtlich in den Sommerferien. (jpa)