Kreis Südliche Weinstraße Lebensräume für Jung und Alt

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Nachdem lange nicht klar war, was die Firma BS-Immobilien mit dem Gelände Wilhelmy/Vogel am Schlossplatz vorhat, scheint sich jetzt etwas zu tun. „Der Investor ist bereit, das Projekt Lebensräume für Jung und Alt der Liebenau-Stiftung mitzutragen“, informierte Stadtbürgermeister Fred-Holger Ludwig (CDU) den Stadtrat Bad Bergzabern in der jüngsten Sitzung.

Die Liebenau-Stiftung betreibt in Deutschland soziale Einrichtungen. BS-Immobilien – BS steht für Birgit Scherer – ist auch Eigentümer des Gebäudes, das zurzeit an die Deutsche Post vermietet ist. „Wenn sich der Pachtvertrag der Post ändern sollte, ist BS-Immobilien eventuell bereit, auch in diesem Gebäude das Konzept umzusetzen“, so Ludwig nach seinen Gesprächen mit dem Investor. Das Konzept der Liebenau-Stiftung sieht vor, die Wohnungen, die ein Bauträger finanziert, zu rund 60 Prozent an Menschen über 60 Jahre zu vermieten. Ziel ist, mit der Einrichtung eines Gemeinschafts- und Servicezentrums im Wohnkomplex Senioren möglichst lange in der eigenen Wohnung leben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu lassen. Weitergehend sieht das Konzept vor, in der Nähe der Wohnanlage ein Pflegeheim mit rund 40 Plätzen zu bauen und zu betreiben. Die Voraussetzung: Die Stadt stellt den Grund und Boden kostenlos zur Verfügung. Dafür würde sich das seit Januar geschlossene Kreisaltenheim anbieten, das direkt hinter dem Schloss gelegen ist. „Ich habe in Kürze ein Gespräch mit Landrätin Riedmaier“, kündigte Ludwig an. Nicht völlig überzeugt waren die FWG- und SPD-Fraktion. „Das Rote Kreuz und der Arbeitersamariterbund sollten als potenzielle Investoren für solche Konzepte ebenfalls gehört werden“, so der Fraktionssprecher der FWG, Bernd Malysiak. „Ich bin im Gespräch“, war die Antwort Ludwigs. Auch SPD-Fraktionssprecher Hans-Peter Geiger verwies auf „andere Investoren“. Er bezweifelte, ob das Konzept, das die Liebenau-Stiftung in Maikammer umgesetzt hat, auf Bad Bergzabern übertragbar ist und ob die Kurstadt ein zusätzliches Altenheim braucht. „Wir haben ein kleines Problem mit dem Investor, mit dem wir in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen gemacht haben“, so Geiger. „Wenn der Investor umsetzt, was er mir kundgetan hat, sind wir auf einem guten Weg“, war die Antwort des Stadtbürgermeisters. Nach dem Willen der Grünen soll die Danzigerstraße im Bereich der integrativen Kindertagesstätte „Pusteblume“ und der protestantischen Kita „Regenbogen“ eine Spielstraße werden, um die Kinder zu schützen. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt. (pfn)

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