Südpfalz
Landtagswahlkampf im neuen Wahlkreis 51: Markus Kropfreiter ist SPD-Kandidat
Erst 2011 trat der heute 48-Jährige in die SPD ein und fand dort seine politische Heimat. Seitdem macht Kropfreiter Kommunalpolitik. Nach verschiedenen Ämtern wurde der Wahlpfälzer 2019 zum Ortsbürgermeister von Lingenfeld gewählt. Sage und schreibe nur sechs Monate, nachdem er sich dort mit seiner Familie niedergelassen hatte.
„Eine wahnsinnige Leistung für einen mit Badenser Migrationshintergrund“, witzelte der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag, Alexander Schweitzer, in seiner Auslassung. Nicht nur der komplette Vorstand der SPD Lingenfeld, der Kropfreiter für den Posten vorgeschlagen hatte, steht hinter dem Kandidaten.
Nur eine Enthaltung
Auch 97 Prozent der 30 Delegierten, die in der Offenbacher Festhalle unter Corona-Hygienebedingungen ihre Stimme abgaben, sprachen sich für den gelernten Verwaltungswirt aus. Mit 29 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung machte Kropfreiter das Rennen.
Der dreifache Familienvater hat viel vor. Ein Mandat für den Landtag sieht Kropfreiter als Möglichkeit, um kommunale Themen stärker in den Blickpunkt zu rücken und die Menschen vor Ort zu unterstützen. Was sind seine Herzthemen? Vor allem für Bildung, wie er bei seiner Vorstellungsrede mehrfach betonte. Mit dem Fokus auf den Erwerb digitaler Kompetenzen.
Schnelles Internet auf dem Land
„Auch auf dem Land brauchen wir schnelles Internet. A, damit sich Firmen bei uns ansiedeln können, und B bedeutet schnelles Internet auch die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.“ So könne man mehr Zeit mit der Familie verbringen und gleichzeitig den CO2-Ausstoß reduzieren. „Wir müssen auch das Thema Klimawandel angehen. Das dürfen wir nicht den anderen überlassen“, sagte Kropfreiter. Deshalb sei auch die Verkehrsentwicklung mit einem umweltfreundlichen Mobilitätsmix ein zentrales Thema auf seiner Agenda.
Dem Wahlkampf sieht der neue SPD-Kandidat optimistisch entgegen. Die Menschen seien zufrieden mit der SPD-Regierung in Rheinland-Pfalz. Eine geringe Arbeitslosenquote, hohes Wirtschaftswachstum und kostenlose Kita-Plätze – das seien riesige Standortvorteile. „Deshalb ziehen viele Menschen in die Pfalz.“ Auch in der Corona-Krise habe die Regierung unter Malu Dreyer Vertrauenspunkte gesammelt.
„Große Chance auf Direktmandat“
Unterstützung erhält Kropfreiter dabei auch von seinem B-Kandidaten, David Emling, der mit 27 Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme bei einer Enthaltung gewählt wurde. Der 33-jährige Bellheimer war sich sicher: „Wir haben eine große Chance auf ein Direktmandat.“ Das wolle man jetzt zusammen anpacken. Getreu dem Motto: Was der Einzelne nicht schafft, das schaffen viele.