Kreis Südliche Weinstraße Kunden nehmen Abschied vom Bargeld

Die Zukunft ist bargeldlos. So lautet das Fazit der VR Bank Südliche Weinstraße, die zu einem Unternehmerforum in die Aula nach Bad Bergzabern eingeladen hatte.
Einige Neuerungen im bargeldlosen Zahlungsverkehr wurden vorgestellt. Der Höhepunkt aber war ein Vortrag zu Verbesserungen im Bereich des Kundenservice von Marketing-Spezialistin Anne Schüller aus München. Die Bank, die nach eigener Aussage „ ihren Kunden gehört“, unterrichtete ihre Kunden und Mitarbeiter über Veränderungen, wie zum Beispiel die goldene „VR Bank-Card Plus“, die darauf basierenden Geschenkgutscheine und deren Konditionen. Denn der Mensch von morgen bezahle bargeldlos und die VR Bank wolle in dieser Hinsicht ein Partner für ihre Kunden sein. Im Moment, so Stefan Satter, Leiter Bereich Firmenkunden, und der Kundenberater im elektronischen Bankservice, Steffen Mattern, würden 54,4 Prozent der Käufe mit Bargeld getätigt. 42,6 Prozent liefen über die Karte. Diesem Trend wolle sich die VR Bank nicht verschließen und setzt auf eine Reihe von Aspekten dieser vereinfachten Zahlungsart. Vorstand Markus Laux brachte es für die VR Bank auf den Punkt: „Die Kaufgewohnheit der Menschen allgemein hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark verändert. Viel geht über Internet und den schnellen Kauf mit Karte, vor allem bei der Jugend.“ Ein Aspekt dabei sei zum Beispiel: leer stehende Ladengeschäfte in den Innenstädten von Bad Bergzabern oder Annweiler. Weiter: Bei uns speziell in der Region kämen viele Weinliebhaber nicht mehr mit ihrem Auto auf den Hof des Winzers, sondern sie kauften in einer Vinothek oder im Supermarkt. Da gingen viele Kundenbeziehungen einfach verloren. Als Gastrednerin zu dieser Wandlung und vielleicht auch manche Problematik dabei, referierte die profilierte Denkerin und Trainerin für Management und Business, Anne Schüller. Sie erläuterte anschaulich: Der Kunde gibt gerne etwas mehr Geld aus, wenn er mit Karte bezahlt. Da tut der Abschied von seinem Geld nicht so weh, so Schüller. Aber auch der Umgang mit kaufwilligen Menschen, in Geschäften, als Abo-Kunde oder ähnliches, sei wichtig und sollte darauf ausgerichtet sein. Schüller nannte es „Sternenzauber“, kurz gesagt: Freundlichkeit, Anteilnahme, Rücksicht und auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen, seien das A und O in einem Verkaufsgespräch. Sich als Unternehmen ab und zu etwas Besonderes für den Käufer einfallen lassen und ihm Aufmerksamkeit entgegenbringen, könne bis zu 20 Prozent Mehreinnahmen bedeuten. Auch das Denk- und Kaufverhalten von speziell Mann, Frau oder Paar solle und müsse, laut Schüller, mit vorausschauendem Bedacht in ein Kundengespräch eingebracht werden. (alve)