Kreis Südliche Weinstraße Kraftakt für ein attraktives Kalmitbad

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Karl Schäfer, CDU

, sieht im Kalmitbad eine Investitionen in „die Leistungsfähigkeit von morgen“. Das Bad mit rund 80.000 Besuchern pro Saison sei ein wichtiger Ort der Freizeitgestaltung und auch ein Grund für Urlaubsgäste, hierher zu kommen. Bei der soliden Finanzsituation der Verbandsgemeinde stehe außer Frage, dass diese neben dem Bad auch andere „realistische“ Projekte, auch zur Unterstützung der Ortsgemeinden, realisieren werde. Die gute Infrastruktur bei Schulen, Feuerwehr und Werken erfordere kurzfristig keine größeren Investitionen. Bernhard Blumenstiel, SPD, sieht die Verbandsgemeinde durch die Sanierung des Kalmitbades finanziell gebunden. Allerdings sei ihr Haushalt bereits vor Jahren mit der Übernahme der Trägerschaft für die Realschule plus durch den Landkreis stark entlastet worden. Die Verbandsgemeinde könne deshalb die Finanzierung der Kalmitbadsanierung, auch wegen der niedrigen Zinsen, bewältigen, ohne dass sich ihr Finanzspielraum im Vergleich zur Zeit, als sie Schulträgerin war, nennenswert verschlechtere. Reinhold Stadler, Bürgerliste, hält das Kalmitbad, dessen Sanierung gemeinsam beschlossen sei, für eine „wichtige Attraktion“ für die Bürger der Verbandsgemeinde wie für Gäste. Daneben „stehen vorrangig energetische Sanierungen der Schulen an“. Der Zustand der Schulturnhalle in Kirrweiler entspreche nach 50 Jahren nicht mehr heutigen Standards. Seiner Meinung nach wird sich ein Neubau als wirtschaftlich am sinnvollsten herausstellen. Der finanzielle Spielraum der drei Ortsgemeinden werde über die erhöhte Umlage massiv eingeschränkt. Lothar Textor, FWG, erklärt, dass die FWG für den Erhalt und die Modernisierung des Kalmitbades Maikammer stehe. „Es wird ein Kraftakt werden“, der in den nächsten Jahrzehnten die Haushalte der Verbands- und Ortsgemeinden stark belasten werde. Bis dato seien nur die zu erwartenden Baukosten und ein zu erwartender Landeszuschuss bekannt. Die Gesamtfinanzierung selbst sei noch offen. Hubert Damm, Bürgerforum Maikammer, sieht die Notwendigkeit der Investition Kalmitbad, da das Bad von der Bevölkerung der Verbandsgemeinde und auch vieler Nachbargemeinden gut genutzt werde. Auch für den Tourismus sei es wichtig, da viele Gäste mit Kindern bei der Planung des Urlaubes schauten, ob ein Schwimmbad vorhanden sei. Karl Schäfer beurteilt in Sachen Klage gegen die Fusion den eingeschlagenen Weg als richtig und erfolgreich. „Unsere Bürgerschaft kann sich durch das höchste rheinland-pfälzische Gericht bestätigt sehen.“ Er selbst habe nur mitgeholfen, den Weg zu bereiten. Schäfer: „Ich bin davon überzeugt, dass auch der neue Verbandsgemeinderat gemeinsam erfolgreich zusammenarbeiten wird.“ Die Bürger erwarteten dies. Bernhard Blumenstiel verweist darauf, dass die SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat einstimmig für die Eigenständigkeit der Verbandsgemeinde Maikammer und auch für die Klage gegen die Fusion gestimmt habe. An dieser Beschlusslage der Fraktion habe sich bis heute nichts geändert. Blumenstiel bedauert, dass seine Aufforderung nach dem Urteil des Verfassungsgerichtshofs, zusammen mit der anstehenden Verbandsgemeinderatswahl eine Bürgerbefragung durchzuführen, ohne jede Reaktion geblieben sei. Reinhold Stadler sagt, die Bürgerliste habe sich schon immer gegen eine Zwangsfusion ausgesprochen und deshalb auch der Klage zugestimmt. „Uns ist wichtig, die Bürger bei den politischen Entscheidungen mitzunehmen.“ Rückblickend auf ein Jahr gemeinsamer Zeit in einer größeren Verwaltungseinheit könne man durchaus feststellen, dass die größere Eigenständigkeit der drei Ortsgemeinden in einer größeren Verwaltungseinheit zu mehr Bürgernähe geführt habe und zu erhalten sei. Die Verbandsgemeindeverwaltung habe sich „auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren und den Ortsgemeinden wirtschaftliche Verwaltungslösungen anzubieten“. Lothar Textor ist davon überzeugt, dass „die Zwangsfusion in beiden Verbandsgemeinden Spuren hinterlassen“ hat. Als Mitglied des „zwangsfusionierten“ Verbandsgemeinderates könne er sagen, dass die positiven Erfahrungen nicht verloren gehen dürften. Zu Gemeinsamkeiten auf Augenhöhe in Kooperationen und Zweckverbänden sei die FWG bereit. Textor: „Die Einigkeit innerhalb unserer Ortsgemeinden wird auch nach der Rückabwicklung bestehen bleiben“, zumal die Ortsgemeinden nach wie vor politisch eigenständig seien. Hubert Damm: „Ich denke, dass wir die letzten 40 Jahre gut gewirtschaftet haben. Das Gutachten und das Gericht haben das ja auch bestätigt.“ Das Bürgerforum stehe uneingeschränkt für die Selbstständigkeit der Verbandsgemeinde Maikammer. Damm: „So lange über 90 Prozent unserer Bürger die Verbandsgemeinde Maikammer wollen, darf ein Verbandsgemeinderat nicht für einen Anschluss an Edenkoben stimmen.“ In verschiedenen Bereiche sei Zusammenarbeit möglich, um Kosten zu sparen. (ff)

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