Kreis Südliche Weinstraße Kommentar: Keine Katastrophe

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Die Auflösung der Verbandsgemeinde Hauenstein mag für die Bürger auf den ersten Blick unangenehm sein – eine Katastrophe wäre sie nicht.

Verbandsgemeinden sind – im Unterschied zu den identitätsstiftenden Ortsgemeinden – künstliche Konstrukte, deren Grenzen in den 1970er-Jahren oft scheinbar willkürlich, sicher aber in vielen Fällen gegen den Wunsch der Einwohner gezogen wurden. In einer repräsentativen Umfrage der RHEINPFALZ im Jahr 2009 wollten nur die Hinterweidenthaler nach Dahn, die anderen, östlich von Hauenstein gelegenen Dörfer tendierten – wie schon immer – eindeutig nach Annweiler in den Kreis Südliche Weinstraße, sogar die Hauensteiner fast zur Hälfte. Vielen war es übrigens auch völlig egal wohin. Es mag einmal sinnvoll gewesen sein, eine Verwaltung dicht am Wohnort zu haben, doch heutzutage sind deren Dienstleistungen mehr und mehr komfortabel über das Internet nutzbar. Die wichtigsten Aufgaben bei Gründung der Verbandsgemeinden sind längst erledigt: Aufbau der Abwasserent- und Wasserversorgung, der Feuerwehren, der Schulen. Es schadet also nicht, wenn größere Verwaltungseinheiten gebildet werden – bei zudem sinkenden Bevölkerungszahlen.

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