Kreis Südliche Weinstraße Kleines Gotteshaus mit großer Resonanz

Die Nikolauskapelle macht neugierig: Viele Besucher, die im vergangenen Jahr das spätromanische Kleinod bei Klingenmünster besichtigt haben, wollten mehr wissen als das, was in einem kurzen Flugblatt stand, und fragten die ehrenamtlichen Helfer immer wieder nach ausführlichen schriftlichen Informationen über das Baudenkmal. Jetzt ist es soweit: Seit Anfang Mai ist eine 50 Seiten starke Broschüre auf dem Markt, die fast alle Fragen zur Nikolauskapelle beantwortet.
Autor ist Rolf Übel, Archivar in Diensten der Verbandsgemeinden Annweiler und Bad Bergzabern. Er hat sich intensiv mit der Geschichte und Baugeschichte des kleinen Gotteshauses befasst hat. Auch der ehemalige Magdalenenhof neben der Kapelle, der 1964 abgerissen wurde, wird in dem Heft beschrieben. Zum Auftakt der „Saison“ – die Nikolauskapelle ist jetzt bis in den Herbst hinein wieder regelmäßig geöffnet – hat Rolf Übel seine Forschungsarbeit an Ort und Stelle in Form einer Führung vorgestellt. Das Interesse war groß: Mehr als 100 Leute waren zur Kapelle zur Präsentation gepilgert. Als Vorsitzender der Landeck-Stiftung, die im vergangenen Jahr die Patenschaft der Kapelle übernommen hatte, hat Klaus Frey den Stadtarchivar Rolf Übel motiviert, seine Erkenntnisse zu Papier zu bringen. Er dankte ml, sondern auch Günter Nuss und Harald Harms, die an der Organisation und technischen Umsetzung beteiligt waren.