Kreis Südliche Weinstraße „Klamotte“ in neuen Räumen

„Für uns geht heute ein kleiner Traum in Erfüllung“, sagte gestern Dekan Dietmar Zoller bei der Neueröffnung der Kleiderkammer des Diakonischen Werkes in Bad Bergzabern. Die „Klamotte“ war bisher – sehr beengt – in den Räumen der Diakonie untergebracht. „Da standen auf 20 Quadratmetern manchmal 50 oder 60 Säcke, die aussortiert werden mussten“, erzählte Zoller. Nun stehen der Kleiderkammer vier Räume in einem Ladengeschäft in der Königstraße 38 zur Verfügung. Künftig können dort Personen mit Berechtigungsschein der Diakonie gebrauchte Kleider erhalten. Geöffnet hat die „Klamotte“ jeden Dienstag und Donnerstag von 13 bis 16 Uhr. Wer gut erhaltene, gebrauchte Kleidung abzugeben hat, kann dies zu den genannten Ausgabezeiten tun oder jeden Mittwoch zwischen 10 und 12 Uhr. Zoller appellierte an die Spender, nur Kleidung abzugeben, die man auch selbst noch tragen würden. „Bestimmt die Hälfte der Kleidung, die abgegeben wird, muss als unbrauchbar aussortiert werden“, so Zoller. „Total glücklich“ mit den neuen Räumen ist Ulrike Brunck, Leiterin des Diakonischen Werkes in Bad Bergzabern. Der Bedarf an Kleidung habe sich wegen der Flüchtlinge mindestens verdoppelt, so Brunck, die Wert darauf legt, dass die „Klamotte“ keine Konkurrenz zu den Secondhand-Läden in der Stadt sei: „Bei uns braucht man einen Berechtigungsschein, wir verkaufen nichts.“ Unser Bild zeigt die ehrenamtlichen Helfer Adele Luksch, Petra Hoffmann und Katharina Heißenreder (von links), die die „Klamotte“ führen werden. Eine weitere ehrenamtliche Kraft für die Kleiderkammer werde noch gesucht, so Brunck.