Kreis Südliche Weinstraße RHEINPFALZ Plus Artikel Kirrweiler: Bahn lehnt Namensänderung für Bahnhof ab

Bahnhof Maikammer/Kirrweiler.
Bahnhof Maikammer/Kirrweiler. Foto: Mehn

Der Antrag der Gemeinde Kirrweiler, dass der Bahnhof Maikammer-Kirrweiler zukünftig nur noch den Namen Kirrweiler tragen soll, ist von der Deutschen Bahn abgelehnt worden. Das teilte Ulrich Demmer, Leiter des Bahnhofsmanagements Kaiserslautern, auf Anfrage mit.

Auf Antrag der Bürgerliste (BL) hatte der Gemeinderat im Oktober mehrheitlich beschlossen, die Umbenennung bei der Deutschen Bahn zu beantragen. Begründet hatte Fraktionssprecher Willy Sebastian den Antrag unter anderem damit, dass viele Besucher, die am Bahnhof ankommen, nicht wüssten, ob sie in Maikammer oder Kirrweiler seien, und dass der Name eines Bahnhofs auch Zeichen einer Identifikation mit dem Ort sei.

Wie Demmer berichtet, hat das Bahnhofsmanagement Stellungnahmen des Kreises SÜW, der Verbandsgemeinde Maikammer, der Nachbargemeinden, des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rhein-Neckar sowie des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar eingeholt. Alle hätten geantwortet, dass sie eine Umbenennung für nicht sinnvoll und für historisch nicht angebracht halten.

Rat will sich erneut mit Thema befassen

Nach Angaben Demmers würden bei einer Umbenennung Kosten von 100.000 bis 200.000 Euro entstehen. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass bundesweit alle Ticketautomaten umprogrammiert werden müssten. Diese Kosten müsse die Gemeinde tragen, so Demmer. Die Bahn AG zahle nur dann, wenn sie selbst die Namensänderung eines Bahnhofs veranlasst.

Kirrweilers Ortsbürgermeister Rolf Metzger (BL) ist nach wie vor davon überzeugt, dass es richtig wäre, wenn der Bahnhof nur den Namen des Ortes trage, in dessen Gemarkung er liege. „Viele Bürger begrüßen unsere Initiative“, berichtet er. Bevor die Bürgerliste den Antrag gestellt habe, seien Gespräche mit Vertretern der Bahn geführt worden. „Da ist uns gesagt worden, dass die Sitzgemeinde das Vorschlagsrecht für den Namen hat.“ Die Gemeinde werde nun „ganz gelassen“ prüfen. Der Rat werde sich erneut mit dem Thema befassen.

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