Kreis Südliche Weinstraße Kirche soll auf 17 Pfählen stehen

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Vom Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirche in der Landauer Straße stehen nur noch die Außenwände. Die Kirche wird in den kommenden Wochen abgerissen, um Platz für einen rund 900.000 Euro teuren Neubau zu schaffen.

Gegründet wurde die Neuapostolische Gemeinde in Bad Bergzabern 1952. Nachdem die Gemeindemitglieder über viele Jahre an verschiedenen Orten zusammengekommen waren, wurde im Juni 1979 auf dem kircheneigenen Grundstück in der Landauer Straße das noch existierende Kirchengebäude eingeweiht. Gut 35 Jahre sind für eine Kirche eigentlich noch kein Alter. „Na ja“, sagt Rüdiger Wend, Leiter der Bauabteilung der Neuapostolischen Kirche mit Sitz in Frankfurt, „man darf nicht vergessen, dass wir in Bad Bergzabern eine Holzkonstruktion haben. Die Außenwände sind mit Schiefer verkleidet.“ Bei dieser Bauweise sei die Haltbarkeit begrenzt. Außerdem sei es in den Sommermonaten sehr heiß in der Kirche geworden. Zudem ist die Gemeinde in Bad Bergzabern durch die Zusammenlegung mit anderen Gemeinden größer geworden. „Außerdem wird die neue Kirche barrierefrei sein“, kündigt Wend an. Zuständiger Bauleiter für das neue Kirchengebäude in Bad Bergzabern ist Malte Rätzel. „Wir haben am Anfang über eine energetische Sanierung nachgedacht“, erzählt Rätzel, „aber wenn man das Ganze durchrechnet, kommt man sehr schnell darauf, dass ein Neubau günstiger ist.“ Derzeit sind die Gottesdienste in der Regel im Haus des Gastes. Wann die Gläubigen wieder in ihrer eigenen Kirche beten können, steht nicht fest. Einen genauen Zeitplan für den Neubau gibt es noch nicht. „Eigentlich wollten wir in einem Jahr fertig sein“, sagt Rätzel. Aber dann wurde neu geplant. „Wir haben reduziert. Ganz so groß, wie zunächst gedacht, brauchen wir es dann doch nicht“, sagt Rätzel. 120 Sitzplätze soll der Hauptraum haben. Dazu wird es kleinere Räume für Sitzungen und Arbeitskreise geben. Neue Baugenehmigungen wurden gestellt, diese werden derzeit noch bei Kreis und Verbandsgemeinde geprüft. Nicht ganz alltäglich ist die Bauweise der neuen Kirche: Sie wird auf 17 Pfählen stehen. Das Gelände sei aufgeschüttet, früher müsse an dieser Stelle einmal ein Feuchtgebiet gewesen sei, erläutert Rätzel. Um Standsicherheit zu bekommen, werden 17 Gusspfähle in die Erde gerammt. „Diese müssen acht bis zehn Meter tief in die Erde“, sagt Rätzel. Das Einrammen der Pfähle ist dann der eigentliche Baubeginn. (jpa)

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