Maikammer
Kein Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung
Die Weihnachtsbeleuchtung in Maikammer beschränkt sich nach Angaben von Schäfer derzeit auf drei große Weihnachtsbäume, die vor der katholischen Kirche, auf dem Marktplatz und an der Alsterweilerer Kapelle aufgestellt werden. Der Ortsgemeinderat sei einhellig der Meinung, dass auch in Zeiten des Energiesparens nicht auf eine Weihnachtsbeleuchtung verzichtet werden soll.
Zu diesem Fest gehöre in unserem Kulturkreis eine Weihnachtsbeleuchtung, so Schäfer. Das sei „ein Stück Lebensqualität für die Bürger“. Ebenso sei die Beleuchtung für die Geschäfte wichtig. Schäfer: „Unsere Bürger mussten in den letzten beiden Jahren wegen Corona auf einiges verzichten. Daher werden wir auf die Weihnachtsbeleuchtung nicht verzichten.“
Kosten: drei Euro
Für das Festhalten am Lichterglanz der Weihnachtsbäume hat Schäfer eine weitere Begründung, die er mit dem Hinweis auf den geringen Energieverbrauch und die niedrigen Kosten untermauert. Ein Weihnachtsbaum mit 90 LED-Birnen und einer Leistung von 0,3 Watt pro Birne verbrauche an 50 Tagen bei jeweils sechs Stunden Brenndauer gerade einmal 8,1 Kilowattstunden. Bei einer angenommenen Energiekostensteigerung entstünden dafür Kosten von gerade einmal rund drei Euro. Mittels einer Zeitschaltuhr soll darüber hinaus die Beleuchtungsdauer auf die Zeit von 16 bis 22 Uhr beschränkt werden.
In früheren Jahren hätten Weihnachtssterne an den Häusern für eine zusätzliche Beleuchtung im Advent gesorgt. Das sei aber problematisch gewesen, weil die Gewerbetreibenden die Sterne selbst hätten anbringen „und dabei etwas herumturnen“ müssen. Deshalb sei nun geplant, an den Straßenlaternen im Ortszentrum Steckdosen zu installieren, damit Weihnachtssterne ohne Aufwand angebracht werden könnten – oder bei weiteren Anlässen andere Beleuchtungskörper. Allerdings sollen diese Steckdosen erst 2023 kommen.
Straßen bleiben nachts beleuchtet
Die Ortsgemeinde werde außerdem darauf verzichten, die Straßenbeleuchtung, wie in einigen anderen Kommunen geplant, von Mitternacht bis 6 Uhr abzuschalten. Schäfer weist auf die Verkehrssicherungspflicht der Ortsgemeinde und ihre Verantwortung für die Sicherheit ihrer Bürger und Gäste hin. Maikammer sei von einigen stark frequentierten Fußwegen durchzogen. Es sei nicht zumutbar, dass diese nachts unbeleuchtet bleiben. Das Gefahrenpotenzial, das dadurch entstehen würde, sei nicht zu verantworten. Schäfer: „Wir können nicht auf Barrierefreiheit setzen und dann Gefahrenstellen schaffen. Gerade in der Mobilität beeinträchtigte Bürger benötigen ausreichend beleuchtete Geh- und Fußwege.“
Zudem sei die Straßenbeleuchtung in Maikammer weitestgehend auf eine intelligente LED-Beleuchtung umgestellt und mit einer Halbnachtschaltung programmiert, bei der die Beleuchtung von 22.30 bis 6 Uhr reduziert sei. Dadurch würden deutliche Energieeinsparungen erzielt.
Bereits 2011 sei ein großer Teil der Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt worden Dadurch hätten 90.000 Kilowattstunden Stromverbrauch eingespart werden können. Mit dem 2021 beschlossenen Beleuchtungskonzept, das vom Maikammerer Büro Step-Consult, erstellt worden sei und derzeit umgesetzt werde, sollen weitere Leuchten auf LED umgerüstet werden. Die Energieeinsparung pro Jahr betrage 28.700 Kilowattstunden. Das entspreche 66 Prozent weniger gegenüber der Situation vorher.
Weitere Einsparungen denkbar
Als denkbare weitere Einsparungen sieht Schäfer die Umrüstung der Straßenbeleuchtung des Wirtschaftswegs im Kropsbachtal bis zur Gemarkungsgrenze St. Martin. Die neuen Leuchten sollen so programmiert werden, dass ihre Leistung auf zehn Prozent reduziert wird: „Der Weg ist dann nicht ganz dunkel und noch ausreichend beleuchtet“, erklärt er. Zudem soll die Steuerung der Beleuchtung des Kapellenwegs in Alsterweiler, die mit LED-Leuchten ausgestattet ist, mit den Pfalzwerken abgestimmt werden. Bis zur Umrüstung der Strahler auf energiesparende Leuchtmittel soll darauf verzichtet werden, die Kirche zu illuminieren.