Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Kein Ballermann im Kloster

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Zum Bauprojekt Kloster Heilsbruck kursieren einige Gerüchte und Fehlinterpretationen. Das schürt unnötig Ängste.

Die Diskussionen zum Bauprojekt auf dem Areal des Klosters Heilsbruck erinnern irgendwie an das Spiel Stille Post. Zur Ermittlung von Lärmgrenzwerten wird in einem Gutachten ein DJ erwähnt. Für den einen Bürger ist er fest eingeplant, für den anderen ist er schon gebucht und wartet auf die erste Feier in historischen Gemäuern.

Kritische Reaktionen auf das Vorhaben in Edenkoben waren zu erwarten. Es geht um die Zukunft eines Denkmals – für manche Bürger eine sensible Angelegenheit. In der Klosterstraße dürfte es auch keine Jubelschreie ausgelöst haben, fahren doch schon jetzt unzählige Autos durch die Straße zu Ausflugszielen im Pfälzerwald. Man sollte aber bei den Fakten bleiben: Die Investoren wollen keine Partymeile, sondern Unterkünfte für Feriengäste. Und die wollen bei einem Glas Wein eher das Vogelzwitschern als laute Ballermann-Musik hören.

Und: Denkmalzonen sind keine Museen. Sie können generell bebaut werden. Auch, um ein Kleinod wie das Kloster wachzuküssen. Die Behörden prüfen nun, ob es auch hier geht. Kritiker sollten dabei die Chance nutzen, sich konstruktiv einzubringen. Auch, um ewige Streitigkeiten wie bei der Alla-Hopp-Anlage zu vermeiden.

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