Kreis Südliche Weinstraße Kalmitbad: „Gemeinden nicht überstrapaziert“

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MAIKAMMER. Die Bedeutung des sanierungsbedürftigen Kalmitbades für Freizeit und Gesundheit sowie seine Beliebtheit mit rund 70.000 Besuchern pro Jahr hob CDU-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Braun bei der jüngsten VG-Ratssitzung hervor.

In einem Antrag von Bürgerliste und Freier Wählergruppe hatte Reinhold Stadler Bedenken gegen den schnellen Baubeginn vorgetragen. Man werde bei einer kurzfristigen Ausschreibung damit rechnen müssen, dass die leistungsfähigsten Betriebe bereits ausgelastet seien. Im Hinblick auf den noch nicht vorliegenden Haushalt forderte Stadler, zunächst einen Investitionsplan aufzustellen, der auch die Auswirkungen auf die Umlagen der Ortsgemeinden aufzeige. Wegen der nicht sicheren Belastung für die Ortsgemeinden stimmte auch die SPD-Fraktion in der Frage des Sanierungszeitpunktes nicht einheitlich. VG-Bürgermeister Karl Schäfer (CDU) erklärte, die voraussichtliche Belastung für die Ortsgemeinden durch die rund 4,4 Millionen Euro kostenden Schwimmbadsanierung sei „absolut verträglich“. Die vorläufigen Eckdaten des Haushalts seien absehbar gut. Er nannte eine Zusatzbelastung von 2,68 Umlagepunkten für die ersten zehn Jahre (bei einer auf 30 Jahre angelegten Finanzierung) für den Fall, dass alle Kosten abzüglich Landeszuschuss mit Darlehen finanziert werden müssten. Das bedeute nach derzeitigen Berechnungen jährlich 97.000 Euro für den Haushalt von Maikammer, 55.000 Euro für Kirrweiler und 34.000 Euro für St. Martin. Schäfer hofft, dass sich die Belastung verringern lässt. Bereits 25 Betriebe hätten sich bereiterklärt, in der Fördergemeinschaft Kalmitbad mitzumachen. Das lasse sich sicher noch „erheblich steigern“. Mit den ersten Abrissarbeiten rechnet Schäfer nicht vor Ende November. (ff)

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