Kreis Südliche Weinstraße Kakteensteine unter den Füßen

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Autsch! Und doch nicht. Nach fünf Runden bitzeln die Füße – angenehm. Die Therme in Bad Bergzabern bringt sich einmal im Jahr auf Vordermann und schafft Neuerungen an. Unter anderem jetzt den Barfußpfad zwischen dem großen Becken und dem Ruheraum. Die RHEINPFALZ hat den Pfad beim Rundgang mit Geschäftsführerin Sandra Reichenbacher getestet.

Sehr speziell ist der Barfußpfad für 18.000 Euro schon. In Kunststoff eingelassene Kieselsteine in vielen Formen und Größen sollen die Durchblutung der Beine anregen. Es funktioniert. Nicht gleich, aber einige Minuten später geht es los – und hält einige Zeit vor. Besonders die beiden „Kaktusfelder“ haben es in sich. Zwei Stationen mit recht spitzen Steinen, fast wie ein Nagelbrett. Aber es geht. Einmal im Jahr wird die Therme überholt. Die Handwerker wuseln durch alle Räume und Ebenen. Das 30-köpfige Personal ist ebenfalls gefordert. Hier wird gestrichen, dort werden die Liegen grundgesäubert und hier die letzten Schrauben für die neue Saunabeleuchtung angezogen. Unterdessen wird gerade mit dem Befüllen des großen Beckens begonnen. Es dauert gut vier Tage, erzählt Reichenbacher. Die Schüttung sei halt nicht gerade groß. Aber einmal im Jahr muss das Becken geleert werden. Vorschrift. Ansonsten wird das Wasser umgewälzt. Das Nass ist kostbar. Es stammt aus der Petronella-Quelle und hat eine in Südwestdeutschland einzigartige Zusammensetzung. Insbesondere entfaltet das Heilwasser Wirkung bei Menschen, die Gelenk- und Hautbeschwerden haben. Neben dem Barfußpfad gibt es auch das neue Petronella-Kräuterbad, eine Wärme-Kammer mit Kräuter-Aromen bei 37 bis 38 Grad. Dazu kommt eine komplett neue Bestuhlung im Gastronomiebereich. Des Weiteren wird die Longue im benachbarten Wellness-Bereich neu gestaltet, inklusive eines neuen Massageraumes. Darüber hinaus soll es im Außenbereich eine neue, baumbeschattete Liegefläche geben, so Reichenbacher. Auch im Sauna-Bereich wird einiges angegangen. So soll endlich die Senke zwischen Duschbereich und Whirlpool beseitigt werden, in der sich eine Pfütze bildet. Neben der neuen Wechsellicht-Installation in einer Innensauna wird eine der beiden Außensaunen von 90 auf 80 Grad abgesenkt. In der steht beim Rundgang mit der RHEINPFALZ gerade ein junger Thermenmitarbeiter und schwingt fleißig den Pinsel. Die Chefin hat selbstredend für ihn ein lobendes Wort. Mitarbeitermotivation. Insgesamt investiert die Therme während ihrer neuntägigen Schließungszeit rund 90.000 Euro, rund 35.000 Euro sind dabei für die Neuerungen wie Barfußpfad oder Petronella-Bad vorgesehen. Der Rest sind die Kosten für die Instandhaltung, so Reichenbacher: „Wir können nicht jedes Jahr eine Salzgrotte bauen“, sagt sie in Anspielung auf die jüngste Neuerung vor einem Jahr, die die Kosten von rund 90.000 Euro schon wieder eingespielt hat.

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