Freimersheim Jahresheft „Kleeblättel“ geht erstmals in Druck
Verleger und Gestalter Alex Kessel von der Freisbacher Firma Sanset Mediengestaltung brachte die Verantwortlichen des Jubiläumsbuchs auf die Idee, für das Dorf ein Heft zu gestalten, mit Beiträgen der Vereine und Werbemöglichkeiten für die örtlichen Betriebe.
„Wir wollen unserer Bevölkerung damit etwas Besonderes an die Hand geben, das sich lohnt, aufzubewahren. Damit sollen sie den Ort und die Menschen besser kennenlernen“, erläutert Heike Dernberger, die wie schon beim Jubiläumsbuch die Redaktionsleitung übernommen hat und als freie Mitarbeiterin für die RHEINPFALZ tätig ist. Das Kleeblättel werde bewusst als Jahresheft und nicht als Dorfzeitung bezeichnet, weil die Autoren Themenschwerpunkte legen möchten, ohne über das Geschehen im Ort beziehungsweise die Veranstaltungen berichten zu müssen.
Was es in der ersten Publikation zu lesen gibt
Ihr zur Seite steht ein ehrenamtliches Team, in dem mit Manuela Pfeffer und Anne Wartenberg zwei Neubürgerinnen vertreten sind. Zudem wirken Sandra Struppler und Klaus Vonnieda mit. „Das war für mich eine schöne Gelegenheit, mich im Ort zu engagieren. Texte zu schreiben und dafür zu recherchieren, ist meine Leidenschaft“, sagt Manuela Pfeffer. Nachdem gleich in der ersten Redaktionssitzung Vorschläge erarbeitet wurden, wie die Autoren Freimersheim aus verschiedenen Perspektiven zeigen können, wurden die Themen verteilt. Junge Familien werden darin ebenso vorgestellt wie zwei Jungwinzer, Lachyoga-Lehrerin Karin Trieb und die Brüder Schwab, die seit Kurzem einen Regiomat im Ort betreiben.
Um auch den jüngeren Dorfbewohnern etwas zu bieten, hat das Kleeblättel-Team Kinderseiten eingeplant. Gesucht wurde dafür eine Identifikationsfigur. „Repräsentieren wollten wir damit einerseits den Klee, der ja das Freimersheimer Wappen ziert, andererseits das Kleeblättel“, erklärt Dernberger. Die Figur sollte aber auch Bezug nehmen auf die rund 7000-jährige Geschichte des Ortes.
Umfrage bei Jugendlichen im Ort
Die 16-jährige Lina Neeb, die die elfte Klasse besucht und unter anderem Kunst als Leistungskurs gewählt hat, kreierte den „Frimi“ und seine große Schwester „Frimana“, die einen Dino als Haustier bei sich haben. Neeb berichtet: „Da ich auch in meiner Freizeit gerne male und zeichne, hat mir diese Aufgabe große Freude bereitet.“
Die Kinder können nun ihre Malkünste unter Beweis stellen und Geschichten zu den Figuren erfinden. Die Kleineren können in der Bücherei und in der Kita Ausmalbögen mitnehmen und diese nach eigenen Wünschen anmalen. Ein Preis- und ein Fehlerrätsel sollen für die Mädchen und Jungen ein zusätzlicher Ansporn sein, um die Kinderseiten im Heft unter die Lupe zu nehmen. Zudem ist eine Frage-Aktion integriert, welche sich an die Jugendlichen im Dorf richtet. Sie können anonym ihre Bedürfnisse mitteilen, die Antworten werden zunächst vom Redaktionsteam ausgewertet, bevor sie an die Ortsgemeinde weitergeleitet werden.
Ideen für die nächste Ausgabe
Das erste Kleeblättel hat einen Umfang von 72 Seiten und liegt in Din-A5-Format vor. Es wird in den nächsten Tagen allen Haushalten im Ort zugestellt. Zudem wird es in Geschäften im Dorf und in den Nachbargemeinden für Interessierte ausliegen. Eine digitale Version soll auch bald abrufbar sein.
Es soll keine einmalige Aktion bleiben. Ideen für die nächste Publikation haben die Autoren schon. Sandra Struppler beispielsweise möchte mehr über die Höfe und die Wohnkultur der Menschen erfahren. „Das meiste bleibt leider hinter den hohen Hoftoren verborgen, obwohl sich bestimmt das ein oder andere Kleinod dahinter versteckt.“ Auch hat sie sich vorgenommen, Freimersheimer mit außergewöhnlichen Hobbys vorzustellen.
Info
Infos zum Freimersheimer Jahresheft gibt es per E-Mail an kleeblaettel@freimersheim.de.