Kreis Südliche Weinstraße Innenstadt wird zum Spielplatz
Vom demografischen Wandel war am Sonntag in Bad Bergzabern nichts zu spüren. Vom Ludwigsplatz bis zum Schloss gehörte die Stadt den Kindern, die die Angebote an 18 Spiel- und Mitmachstationen eifrig nutzten. Kleine Belohnungen gab es bereits an den jeweiligen Stationen, wer Stempel von allen hatte, bekam ein Eis. Der Kindertag bot auch den Erwachsenen die Gelegenheit, in den Angeboten und Schnäppchen der Geschäfte zu stöbern, die an diesem Sonntag geöffnet hatten.
„Das Konzept, auch in Kooperation mit dem Gartenmarkt Petite Fleur im Kurpark, geht auf. Ich freue mich, dass so viele Geschäftsleute Angebote für Kinder machen“, bilanzierte der Vorsitzende des Werbekreises, Bernd Malysiak, angesichts der vielen Menschen schon am frühen Nachmittag. „Wie viele Kaffeebohnen sind im Glas?“, war die knifflige Frage am Ludwigsplatz. 500 schreibt die neunjährige Leonie auf, 200 die achtjährige Josephine. Die Lösung: 4008. In den oberen Marktstraße wird die vorgeschriebene Geschwindigkeit von knapp zehn Kilometern eingehalten, denn die Straße gehörte den Bobbycar-Fahrern, die eine kurvenreiche Strecke zu bewältigen hatten. Bis fast zum „Zebrastreifen“, an dem Clown Tapsi, angeblich „Weltmeister im Zebrastreifenlaufen“, noch viel von den Kindern lernen konnte. Tapsi (Kathrin Mülberger) und Susanne Lantz von der Polizeiinspektion Bad Bergzabern sorgten für viel Spaß bei den Kindern. Die Eltern nutzten das Angebot der Polizei, sich über Kindersitze zu informieren. Konzentriert und eifrig wurden in der Stadtbücherei „Bücherigel“ gefaltet und mit Augen und Schnauze versehen. Ein Blickfang auf dem Schreibtisch und ein gutes Utensil für Notizzettel. Tag der offenen Tür mit vielen Spielen war im Jugendhaus, für die Aufbesserung der Kasse wurden Waffeln und Kaffee verkauft. Im September noch ein Sommerjäckchen oder T-Shirt? „Bei dem Preis kann man nicht nein sagen“, finden drei Damen. Tattoos mit oder ohne Glitzer, dazu eine selbstgebastelte Brille aus Papier und fertig war das coole Outfit. Nicht so einfach war es, zu fühlen, was in zehn Schuhkartons steckte. Unter anderem eine Taucherbrille, Schnürsenkel und Wolle. Nägel in ein dickes Brett zu hauen machte Spaß und wurde auch vom fünfjährigen Sebastian super gemeistert. „Daheim isst sie das nicht“, verriet die Mutter der neunjährigen Jasmin, die am Blindverkostungsstand kleine Stückchen Obst und Gemüse probierte und erraten sollte, was sie da isst. Nicht den Durst, sondern das „Feuer löschen“, war vor dem Schloss angesagt. Dass die Feuerwehr attraktiv ist, bewies die Schlange, die sich vor der „Löschstation“ gebildet hatte. Spiel und Spaß wurden in der Königstraße angeboten: Basteln mit Playmais, Straßenmalerei, Billard, Basteln mit Perlen oder das kreative Bemalen von Stofftaschen. Zu Schnäppchenpreisen konnte Spielzeug auf dem Kinderflohmarkt erstanden werden. Ein Schokoladen-Parcour-Wettlauf, Überraschungen der örtlichen Banken, ein Malwettbewerb und Einiges mehr gehörten ebenfalls zum Mitmachprogramm, die Kinder waren beschäftigt und mussten in der autofreien Altstadt nicht übermäßig beaufsichtigt werden. „Eine runde Sache für die Geschäftswelt und die Besucher“, findet Bernd Malysiak. |pfn