Bad Bergzabern Innenstadt: Land soll beim Kampf gegen Leerstände helfen

Die Innenstadt Bad Bergzaberns soll wieder lebendiger werden.
Die Innenstadt Bad Bergzaberns soll wieder lebendiger werden.

Die Innenstadt von Bad Bergzabern leidet unter vielen Leerständen. Mithilfe des Landes wird nun ein neuer Anlauf unternommen, die Situation zu verbessern.

Wer durch die Fußgängerzone in Bad Bergzabern schlendert, hat nicht gerade eine üppige Auswahl an Läden. Dass das eine problematische Entwicklung ist, weiß auch die Stadtspitze um Bürgermeister Hermann Augspurger. Schon dessen Vorgänger Fred-Holger Ludwig versuchte, der Innenstadt neues Leben einzuhauchen. Unter seiner Ägide wurde Susanne Schultz als Zentrumsmanagerin engagiert, nach fünf Jahren beendete sie ihre Arbeit in der Kurstadt. Zwar konnte sie den einen oder anderen Erfolg verbuchen – als Beispiel sei der Hamecker-Markt genannt –, das Thema Leerstände konnte sie jedoch nicht vom Tisch wischen.

Exklusiv hat Bad Bergzabern das Problem nicht. Auch andere Städte leiden unter verwaisten Läden. Edenkoben zum Beispiel möchte durch die Teilnahme am Landesprogramm Innenstadt-Impulse wieder mehr Leben ins Zentrum bekommen. Diesen Weg wählt die Kurstadt nun auch. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend beschlossen, einen Förderantrag über 100.000 Euro beim Land einzureichen. 90 Prozent davon werden aus Mainz bezahlt, zehn Prozent, also 10.000 Euro, aus eigener Tasche.

Leerstände sollen genau erfasst werden

Das Geld soll zunächst in ein Leerstandskataster fließen. Denn momentan, so erklärt Augspurger, sei weder genau erfasst, welche Läden leer stehen, noch in welchem Zustand die Immobilien sind. Wenn sich ein Interessent melde, der ein Geschäft in einer bestimmten Größe sucht, könne er ihm mit einem Kataster schnell Auskunft geben, ob es in Bad Bergzabern etwas Passendes gebe.

Eine weitere Schwierigkeit ist, dass laut Augspurger immer öfter Anfragen dahingehend kommen, dass Geschäfts- in Wohnräume umgewandelt werden sollen. „Wir wissen dann nicht so recht, wie wir damit umgehen sollen.“ Ein Leerstandsmanagement für einzelne Zonen der Innenstadt soll Abhilfe schaffen.

Tunnel wird die Verkehrssituation massiv verändern

Auch die bessere Vernetzung von Eigentümern und potenziellen Mietern von Ladengeschäften ist ein Ziel, das mithilfe des Programms verfolgt wird. Augspurger erhofft sich dadurch, dass „es leichter wird, Immobilien wieder gewerblich zu nutzen“.

Wesentlich verändern wird sich bald die Verkehrssituation in Bad Bergzabern. Denn mit der Eröffnung des Tunnels im Jahr 2026 wird es keinen Durchgangsverkehr mehr geben. Als Reaktion darauf soll im Zuge des Förderprogramms das Verkehrs- und Mobilitätskonzept angepasst werden.

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